Sonntag, 30. September 2018

THE HOUSE THAT JACK BUILT (2018) - TRAILERANALYSE






DAS "TRIER" IM MANNE:
Lars Cannes einfach nicht lassen.
Vom Partyvolk und dessen Wettbewerb im Vorfeld ausgeschlossen (das gemeine Filmfestvölkchen mal wieder voller Hoffnung sich dieses Jahr endlich wieder ungestört und gegenseitig einen von der goldenen Palme wedeln zu können) hat unser Lars einfach das gemacht was er in einer solchen Situation immer gerne zu machen pflegt:
Er kommt einfach trotzdem.

Im Gepäck Altbewertes: Einen Haufen unverzollter Polarisierung und eine gut abgehangene Entourage bestehend aus dem hippsten schauspielenden Jet-Set-Völkchen was man für Filmfördergeld anheuern kann.
Ungemein von Vorteil auch die zahlreichen Phobien des "Triers", allen voran seine Angst vor der holden Weiblichkeit.

Jemand der in ständiger Furcht vor dem schwachen Geschlecht lebt ist natürlich auch immun gegen jegliche Kritik von Seitens der "MeToo" Bewegung, da er ja beim Auftritt einer hilflosen Frau lieber die Flucht ergreift als selbiger den Fluchtweg abzuschneiden wie es bspw. das Weinschwein, Triers animalisches Gegenstück gerne zu tun pflegt.
Wer also nicht physisch handgreiflich werden kann, muss sich eben auf die Verletzung von Gefühlen mithilfe seiner Kunst konzentrieren. Das Ergebnis:
THE HOUSE THAT JACK BUILT
Ob es sich dabei um ein inoffizielles Bio"pig" des Weinschweins und dessen Company Hausbau handelt liegt alleine im Auge des Betrachters.
Eines jedenfalls scheint jetzt schon sicher zu sein:
Für jeden unverbesserlichen Misogynen wird dies wohl der Partyfilm an dem es dieses Jahr kein Vorbeikommen gibt!
In diesem Sinne:
LARS sei mit TRIER!


Montag, 31. Juli 2017

The Theatre Bizarre (2011)


HITZE-HÄPPCHEN-ANTHOLOGIE-ANALYSE
AUS DEN DIGITALEN PAPIERKORB-TIEFEN GEHOBEN:
la found footageé

AUGUSTANALYSE:
THE MOTHER OF TOADS
fabriziert von Richard Stanley

Soviel Authenzität zum August-Auftakt ist wohl schwerer zu schlucken als fahle Froschgrütze es jemals zu sein vermag. Und wenn sich das nach Wortfabulerei liest, ist es bestimmt nicht dies, sondern schlicht und ergreifend unglaublich mies...

Die Mutter aller Kröten treibt einem gleich mal den Frosch in den Hals.
Auf einem Trip durch die Kulturdiktatur Europa geraten ein pflichtbewusst Vollbarttragender Anthropologe (Dickschädelvergleichsexperte, tote Menschenkenner) und seine hotpantstragende "chosen Cheerleaderin" an eine teilzeitkrämende
Bene Gesserit Moderequisiten Fundus Verwalterin. Diese versucht das Pärchen
Nach dem Erwerb eines nekronomischen Kleinods (supernaturales Nippes), welches natürlich punktgenau den Geschmack des archetypischen modebewußten cheerleading girls triff und dem Versprechen wo dieses herkommt gäbe es noch mehr, respektive Einblick auf den Gral der, na nennen wir es aufgrund er fiktivität des Wekes mal, "Krypto-Antropholohie", der geneigte Leser ahnt es schon: DAS NECRONOMICON
Als fundierter Kenner der menschlichen Verwirrung weiß unser Kultur-Indiana-Jones natürlich sofort das die graffelmarktaffine Okkulthehlerin (seines Vertrauens) die Wahrheit spricht, nimmt er doch jedes der unheilvoll über ihre Lippen geraunten Wörter für bare Münze.
Flux wird der nachmittäglich angesetzte Ausflug nach Port-du-Schnappschuss (hier gibt es nachweisbar vorzügliches Bildmaterial für die dia-geilen Verwandten "back home" die man durch diese gezielt abfotografierte Langeweile für mindestens ein halbes Jahr auf einen Sicherheitsabstand von circa 2000 yards - oder wie vermisst der Ami? - bugsieren kann...) sehr zum Missfallen der, trotz des europäisch rauhen Wetters an ihrem kalifornischen Kleidungsstil festhaltenden, besseren Hälfte abgeblasen. Die mündlich garantierte Einladung der Teilzeitbibliothekarinin in den lovecraft´tschen Lesezirkels stellt sich als echt heraus.
Dies stellt der an sumerischen Fiktivlyrik interessierte Protagonist fest als er auf dem Rückweg zum Hotel eine Auffälligkeit im Lokalkolorit wahrnimmt:

MÄRCHEN IM WANDEL DER ZEIT:
Heute: Die Emanzipation am Beispiel der wachgebumsten Krötenkönigin
Sex mit einer Laiche - Der feuchte (Alp-)traum eines jeden Gleitmittelfabrikanten...


Das keltische Felsgestirn (Steiner - das eiserne Kreuz) überzeugt ihn vollends, stellt doch die eingravierte "8" nicht etwa die Distanz zur nächsten Frosch n´Fries Bude dar, sondern ist vielmehr ein in antrophologischen Kreisen weitverbreiteter Wink mit dem Zaunpfahl (Some serious supernatural shit is going on!). Also wird die Begleitzicke im Hotel zurückgelassen und ordentlich Aftershave in den Vollbart gerieben um sich für die Pre-Printmedien-Präsentation angemessen zu präparieren. Nach Ankunft im Hexen-Chateau werden gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Nach nur 3 Seiten des al azif´schen Bestsellers (von solchen Verkaufszahlen kann Frank Schätzing nur feuchtträumen) steht dessen Echtheit aufgrund seiner Handgeschriebenheit, außer Frage denn wie wir alle wissen galt im alten Sumer der Buchdruck noch als Urheberrechtsverletzung. Nach dieser Bettlektüre wird sich die alte Vettel, mit Hilfe ihres selbstgebrauten Binsenkraut-Viagra-Cocktails schön gesoffen und danach dem perversen Amphibienfetisch gefröhnt. Für eine Liebesnacht mit einem Amerikaner macht Großmütterchen alles was man unter praktizierenden Blümchensexbekennern als rauen Ritt in die Abwegigkeit bezeichnen würde. Die Froschlaiche ist nicht nur eine äußerst unansehnliche Liebesstellung sondern auch eine schleimige Sauerei sondersgleichen. Im Geschlechtsakt vollzieht sich dann auch die Mutation in die titelgebende Krötenmama (Muttertion) - der misogyne aber beliebte Witz der beinlosen, schleimspurziehenden Frau wird hier in einer drastischen Ganzkörpervariante auf die Spitze getrieben. Der absolute Alptraum für jeden noch so optimistischen Gleitmittelfabrikanten.


Dies ist dann auch der Freundin zuviel die sich rechtzeitig eingefunden hat um ihren Voyeurismus am Fenster des Anwesens zu fröhnen.
Über den sodomistischen Seitensprung ihres Freundes in die europäische Fauna in Rage versetzt flüchtet sie, in die nächtlich-neblige Sumpfflora, um sich über ihre Beziehung und die Nachteile eines gemeinsamen Pärchenurlaubs im Klaren zu werden. Hier kommen die Kröten ins (bis dahin recht dürftige) "Schau"-Spiel. Die nächste Szene reserviert den Film einen festen Regalplatz in der Sammlung eines cinehistorischen Vollständigkeitsfanatikers, denn der alleinige Umstand das in diesem Machwerk das Zertreten von Fröschen und Kröten in frontaler Nahaufnahme zelebriert wird, verpflichtet zum Sofortkauf.
Klauenbewerte Krötenhände krallen krampfartig in die Kehle der nun kerlosen Katherine K. (Name von der Redaktion aus offensichtlicher Wortklangspietät geändert).

Nicht nur dem Zuschauer graut es vor dem Morgen danach.

WAHNSINNIG WIDERWÄRTIG:
3 KILO KRÖTE (bzw. 6 Pfund Quack) aufgepustet und "ready to platz"!
Optional oder auf persönlichen Wunsch liefern wir diesen drolligen
Grütze-Flummi auch blasebereit mit medizinsch korrekt platzierten Rektal-Strohhalm!
DER KNALLER auf jedem Kindergeburtstag, erst recht wenn die kleinen Racker gerade das zarte Alter des Sadismus-Empfindens "betreten"...

Der von seinem tierischen Liebesabenteuer verkaterte Koitalforscher (über Nacht umgeschult) macht eine unliebsame Entdeckung.
Die ihm anhaftenden Sekrete sind nicht nur vaginaler Natur. Für sowas hätte selbst der unkultivierteste touristische Nuttenpreller keinen Dollar ausgegeben.
Beim Starten seines Fluchtwagens identifiziert er anhand der Ohrringe das der Verdauungsgrad seiner im wahrsten Sinne des Wortes verflossenen jegliche reumütige Ausrede überflüssig macht, da diese nur noch anhand ihrer Ohrringe identifizierbar ist.
Doch für diese Gedanken untreuer Natur ist es ohnehin schon zu spät.
Der Krötenfeman nötigt ihr ausgebüchstes Betthupferl zum tödlichen Abschiedskuss


Das erste Kurzfilmsegment hinterlässt ein recht fragwürdiges Aroma in der Mundflora.
Die obligatorische Frage "Mit oder ohne Zunge?" sollte sich hiermit für alle Zeiten erübrigt haben.

Mit den dokumentierten Urlaubsimpressionen von der Insel des Dr. Moreau gelang es Richard Stanley auf beeindruckende Weise seine zart erblühende Hollywoodkarriere brutal im Keim zu ersticken. Das allein sollte schon reichen um dem Mann gebürtig Respekt zu zollen; denn sein Beitrag zum bizarren Theaterstadl tut es definitiv nicht. Stanley, auch hier als oraler Zeremonienmeister sichtlich überfordert fährt seinen Opener und somit den ganzen Auftakt in dieser Anthologie auf optisch und dramaturgischen RTL-II-Eigenproduktionsniveau frontal an die Wand. Schade eigentlich, aber wenn ein Unfall gleich zu Beginn einer Fahrt passiert kann der Urlaub eigentlich nicht mehr schlimmer werden, oder?

Samstag, 5. November 2016

KARACHO – 2. Festival des Actionfilms


Unglaubliches hat sich diese Woche zugetragen:
Bartel wagte es, trotz seinen zahllosen grammatikalischen Schwächen und den unüberwindbaren Problemen mit den Kommaregelungen, einen Urlaubsantrag auszufüllen!
Ganze zwei (2!) Tage wird er sich gönnen um das  KommKino 
vom 11.-13.11.2016 mit seiner Anwesenheit zu beglücken.
Er schwört hiermit hoch und heilig sich mit all seinen geistigen Kräften um eine nahtlose Berichterstattung der Festivitäten zu bemühen!

Wir wünschen ihm viel Glück!


Programmüberblick:
Freitag 11.11.
15:30 Lone Wolf and Cub 1+2 (OmU)
21:15 Der Tanz des Drachen
23:30 Der Liquidator
Samstag 12.11.
13:30 Die Cadillac-Bande von San Francisco
15:30 Ator - Herr des Feuers
21:15 Der Ninja
23:30 Chikago Poker
Sonntag 13.11.
13:30 Mad Angels
15:30 Dangerous Men (OV)
17:30 Starship Troopers (OV)

Sonntag, 6. September 2015

Hercules in New York (1969)

HERCULES IN NEW YORK


ANALYSE:

Hercules wird mal wieder vom Sucht-Druck heimgesucht und beschließt zum Anabolika-Schlussverkauf nach New York zu reisen. Die Entbehrung macht ihm zu schaffen und so landet die griechische Legende erst einmal auf einem Flugzeug. Eine Dame bemerkt den blinden Passagier, doch Zeus schaltet sich ein und sie wird umgehend durch eine Portion Nervengas ruhig gestellt. Anschließend macht der Athlet einen Sprung ins Wasser und wird von der ozeanischen Mitfahrzentrale abgeholt und zum Big Apple eskortiert.

LIBERALIZE THIS!
Das liberal-grüne Klima welches ein komisch duftendes Windchen durch die Lande bläst rührt einzig und allein durch den selbstlosen Einsatz des Herbalinators auf der kalifornischen Polit-Spielwiese her.
Hier sehen wir wie Arnold - der Politiker - mit schwarzbepelzten Gesetzesblockierern verfährt welche sich mithilfe von sogenannten "Tarnfellen" unter die Wählerschaft mischen.
Früher noch als grauenhafte Dickhäuter auftretend bevorzugen diese mittlerweilen den modisch ansprechenderen Look "Republikanischer Tanzbär"

Kaum angekommen treiben die durch Anabolika ausgelösten Aggressionen den Halbgott in eine Keilerei. Ein Brezel-Verkäufer beobachtet die Schlägerei und findet Gefallen an dem fremden Hünen. Er entsagt den krummen Dingen und folgt dem Objekt seiner Begierde nun als Manager und Vermittler.
Die Dope Suche treibt Hercules und seinen Begleiter auf einen Sportplatz, wo der Held sich anhand verschiedener Olympischer Disziplinen profilieren kann. Alsbald ist der benötigte Kontakt auch hergestellt und ein Treff wird vereinbart. Im Streit um den Preis des Aufputschmittel, wird Hercules handgreiflich und schleudert einen anderen Kunden durch das Zimmer. Überraschend verliebt sich dessen weibliche Begleitung in den griechischen Aggressor und brennt mit ihm durch.
Wir freuen uns, dass Sie sich für Airnold-Airlines entschieden haben und wünschen Ihnen einen guten Flug!



Der Manager jedoch ist deutlich gekränkt und betet folglich um göttliche Beihilfe um dem Muskelprotz eins auszuwischen. Zufällig ist Zeus bis zur Oberlippe mit Ouzo gefüllt und erfüllt dem Bittsteller den Wunsch. Die göttlichen Kräfte werden entzogen und ferner gehört Hercules' Hintern nun fiesen Betreibern einer Wrestling Arena. Dort muss er kämpfen um weiter die Stoff Lieferungen zu erhalten.

Jedoch stellt sich für den verliebten Manager bald heraus, dass die Berührungen zwischen seinem Kämpfer und diversen Peinigern nicht zur sexuellen Umpolung führen würden. Jedoch ist die Situation mittlerweile eskaliert und der Schlagabtausch wird in der New Yorker Skyline ausgetragen. Als Hercules Muskeln die Aufputschmittel verbrannt haben und ein Sieg in weiter Ferne scheint, treibt Zeus das schlechte Gewissen eines versoffenen Vaters. Er schickt zwei Schläger vom Olymp und gibt ihnen ein bisschen Boost für den schwächelnden Sohn mit.

Nachdem die Sterblichen geschlagen sind, entschuldigt sich Hercules für sein Anabolika-typisches Verhalten und wird auf den Olymp zurück geholt als sich seine Aggression gelegt hat. Da er nun genug Stoff hat, interessiert ihn sein Manager nicht mehr und er verschwindet ohne sich noch persönlich zu verabschieden. Aus Rache für die angedrehte Knechtschaft schickt er aber Radio Botschaften, um dem zugeneigten Verwalter stets im Kopf zu bleiben. Im Olymp hingegen bemerkt Zeus, dass er nun auch keinen Stoff mehr hat und begibt sich ebenfalls zum Anabolika Schlussverkauf.


DIAGNOSE:
Die 68er Revolution brachte viele alternative Meinungsmacher hervor, folglich musste das in seinen Grundfesten erschütterte amerikanische Establishment gegen diese "friedlich" vor sich hinspriessende Gefahr für die konservative Regierung, auf irgendeine Art und Weise vorgehen.
Die Verteidigung des amerikanischen Wertesystems sollte mithilfe symbolischer St(r)ahlkraft der Kunst vollzogen werden. Auf der Suche nach einer Gallionsfigur für den Widerstand gegen das antiliberale Blumen-Bollwerk, wurde man im österreichischen Ausland fündig.

Arnold hatte sich so sehr hochgespritzt, dass seine Muskeln nicht nur international bekannt waren, sondern auch die, seit der Antike etablierten hannibalischen Transportrouten nicht mehr die Dopingversorgung ausreichten.
Der geniale Coup des amerikanischen Präsidenten brachte der konservativen Regierunng nicht nur eine Gallionsfigur, nein, auch die bisher am Limit operierenden Muckibuden kamen dadurch in Kontakt mit hilfreichen Aufbaupräparaten.

Um seinen Background gerecht zu werden, gleichzeitig das vorbelastete Österreich aber nicht zu erwähnen, nutzte man seine Verbindungen nach Griechenland um Spiritualität in den Anti-Hippie-Film einzubauen.
„Mehr Gewichte, mehr Wiederholungen, keine Pausen!
Schneller Heben, derber schreien, keine Flausen!
Doch irgendwann wirst du gebremst von Mutter Natur.
Der entgehst du nur, per Anabolika Langzeit Kur.“  
(O-Ton Arnold Schwarzenegger)