Samstag, 13. April 2024

DIE TEUFLISCHEN VON MYKONOS (1975)



GRIECHENLANDKRISE - DER FILM

ANALYSE:
Wer dieses einst so wunderschöne Inselparadies wirklich in die (Sinn-) Krise gestürzt hat, wird in Niko Mastorakis schonungsloser Abrechnung mit dem europäischen Terror-Tourismus knallhart aufgedeckt: Es waren Geschwister. Brothers and Sisters. Überseeganoven. Sie brachten den Inzest, das Verderden, die ausschweifende Sodomie...schlicht und ergreifend die ganze fiese Krise von der jetzt alle reden, auf die Akropolis. Danach erst fiel der ganze Putz von der Decke und sämtliche Säulen, ach was, die gesamte griechische Architektur, fing an ihre entartete Schrägheit zu entwickeln welche gegenwärtlich auf ihrem kranken und kaputten Tiefpunkt angekommen zu sein scheint. Was am Ende dabei raus kommt wenn "Menschen" vom Boot hüpfen die ausgiebiges Ziegenficken und frivoles Lustmorden zu olympischen Disziplin auserkoren haben, zeigt diese kranke Urlaubsdokumentation auf die hässlichste und damit ehrlichste aller Arten.  

DIAGNOSE: 
Jeder der sich ernsthaft mit dem Thema Griechenlandkrise auseinandersetzen will bzw. sich schon längst damit konfrontiert sieht kommt unmöglich um dieses aufklärerische Meisterwerk herum. Jetzt wird die Menschheit endlich erfahren warum der Feta sauer geworden ist. So schmecken eben die Calamares wenn sie von einem grantigen feigwarzenbehangenen griechischen Pasolini filmisch zubereitet werden. Wem das kulinarisch zu viel wird dem wird es auch in cineastischer Hinsicht den Urlaub verhageln und er kann seine Koffer gleich wieder packen gehen.
Ende der Durchsage.

Montag, 15. Januar 2024

DEEP WATER (2022)



Wer bei dem Gedanken, über zwei Stunden lang in Ben Afflecks traurige Hundeaugen zu starren, in erotische Stimmung versetzt wird und das Fremdgebumse der amerikanischen High society für ein hochspannendes Thema hält, für den könnte DEEP WATER der wohl schärfste Erotik Thriller seit den frühen 90ern werden.
Sagen wir es mal so:
Damals mit 12 Jahren war ich stolzer Besitzer einer völlig durchgenudelten VHS Kassette auf der ich immer wieder heimlich mit dem Videorekorder meiner Eltern, die  "Höhepunkte"  der deutschen Fernsehlandschaft aufnahm.
Also so ziemlich alles was in der TV Spielfilm mindestens zwei von drei Erotikpunkten bekommen hatte.
Ich war gerade noch in dem Alter in dem Brüste interessant, Pornografie jedoch viel zu verstörend war.
Jane March mit Bruce Willis und einem ZDF Zeichen in der linken oberen Ecke, in einem Pool pimpern zu sehen war somit quasi das Höchste der Gefühle.
DEEP WATER wäre damals unter Garantie von mir,
unges(t)ehen wieder mit dem nächsten 3 Punkte Rubbler überspielt worden.
Profitipp für alle die es eilig haben:
Ana de Armas Brüste 17:14
So geht hochseriöser Filmjournalismus!


 

Freitag, 23. Juni 2023

Inexorable (2021)

 

HUND BEISST MANN...

THE Muse is loosing it.
Das Fabrice Du Welz irgendwann einmal wieder von derselbigen geküsst werden wird ist eine Hoffnung die ich nach Sichtung seines aktuellen Werks wohl endlich aufgeben kann.
Mensch Fabrice!
Du warst für mich mal der Allergrößte.
Trotzdem danke für die schöne Bartel/Gloria Referenz in diesem Machwerk welches nicht einmal mehr von dem großartigen Benoit Polverde über den Durchschnitt gerettet werden kann.
Der Mann hat einst Hunde gebissen.
Jetzt behauptet er selbst von nem Hund gebissen worden zu sein.
Und selbst das ist gelogen.
Au weiha!



First Reformed (2017)

 

SCHRÄGES VOM SCHRADER....PAUL NICHT MARIA!


Ich muss Abbitte leisten:
Ganze sechs Jahre hat es gedauert bis ich es endlich geschafft habe Paul Schraders Feelgood Komfort-Meisterstück nachzuholen.
Mein Tag ist jetzt zwar offiziell vermiesepetert worden, dafür fegt gerade ganz passend das Sturmtief über uns hinweg, welches uns nach all diesen Wochen unerträglicher Hitze endlich ein wenig Abkühlung verschaffen könnte. Mein Tip: FIRST REFORMED zur aktuellen Sturmböe dazugoutieren. Finster und cool. So wie wir es mögen.
Außerdem gibt es hier die wohl erstaunlichste "Sexszene" zu bestaunen derer ich seit Ewigkeiten Zeuge werden durfte.
Das ist ganz großes Kino! Paul Hater...du hast es drauf.


Glorious (2022)

 


DER MASCHINIST HAT DÜNNSCHISS

Das Ryan Reynolds Stunt-Double (oder war´s doch der ältere dumme Redneck Bruder von Sookie Stackhouse aus TRUE BLOOD?) entwickelt eine ungesunde Beziehung zur eigenen heftig entzündeten Analfistel (featuring das Stimmtalent von J.K. Simmons aus Damien Chazelles Meisterdrück WURSTLASH) und fängt an mit dieser über existentielle Fragen zu diskutieren die dem Mensch halt so beim Scheißhausbesuch durch den Kopf blähen.
Wer eine direkte spoilige Beschreibung braucht:
Der Maschinist hat Dünnschiss.



Freitag, 2. Juni 2023

THE ABDUCTED BRIDE (1973)

THE ABDUCTED BRIDE
aka
THE SINFUL DWARF
aka
DAS HAUS DER VERLORENEN MÄDCHEN



Wer bei diesem Titel glaubt er hätte es mit einer pfiffigen aber vergessenen Screwball- oder gar romantischen Hochzeitskomödie im Stile von
FOUR WEDDINGS AND A FUNERAL zu tun, der dürfte wohl die böseste Überraschung seiner Filmarchäologenkarriere erleben.
Ungefähr vergleichbar mit einem cinephilen Trüffelschwein welches glaubt eine Witterung aufgenommen zu haben aber stattdessen sein Schnäuzchen von einer alten, rostigen Exploitation Bärenfalle zerfleischt bekommt.
Die Braut ist nämlich in Wahrheit ein garstiger, fieser Zwerg dessen mannigfaltige Perversionen selbst einem Rocco Siffredi die Schamesröte ins Gesicht schießen lassen würden.


Harte zitternde 30 Zentimeter:
Klein-Olaf ist vor Vorfreude völlig aufgeregt!


Tut mir leid werter Freund der seichten Unterhaltung.
Heute wird es ein schwarzer Tag für dich werden.
Da passt es ja ganz gut das der besagte gewaltgeile Gnom auch noch eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem kleinwüchsigen Jack Black hat!
Damit wir hier nicht länger um den heißen Babybrei herumreden:
Eigentlich handelt es sich um einen berüchtigten, Teilzeit pornografischen Exploiter namens THE SINFUL DWARF!

Olaf der Kleinunternehmer:
Ein gruselig, gieriger, geldgeiler Gnom!



Dværgen (1973) diese berüchtigte Liliputation Perle wurde fälschlicherweise immer dem vergessenen Schaffen des schwedischen Kurzfilm Regisseurs Ingmar Zwergmann zugeordnet. In Wahrheit jedoch handelt es sich hierbei um einen Schandfleck im Oevre eines gewissen Vidal Raski (rattenscharf dieser Name, oder?) und gleichzeitig um eine absolute Empfehlung und/oder filmische Trauma Therapie für alle die wie Ich unter LILIPUTANOPHIE leiden:
Die Angst vor dem "Überschaubaren".

Eine beliebte Disziplin bei den "Little Olympics":
Das große Hinterhof Zwergen-Turmspringen!


P.S.: Wer das Pech haben sollte die berüchtigte Hardcore-Fassung des Streifens zu sichten sollte sich über dessen unmissverständliches Prädikat im Klaren sein:
This movie is only for "GROWN UPs"

Irgendwie doch ganz niedlich: Er will doch nur spielen!

BONES AND ALL (2022)

 




Heimlicher Star des Films:
Chamalet's Plothole-Jeans.
Mehr Loch bekommst Du nirgendwo für deine Klamottenkohle!

Ich treibe mich in letzter Zeit auf illegalen Streamingseiten herum, nicht etwa um mir exotische Piratenfilme anzusehen sondern weil in den dortigen Kommentarspalten so manch versunkener kritischer Satzschatz nur darauf wartet gehoben zu werden.
An dieser Stelle also nun das Zitat eines anonymen Userkommentars zu BONES AND ALL:

"Komm wir essen eine Leiche,
du das Harte...
ich das Weiche...

Auch wenn der Film etwas öde und überbewertet ist, trägt er zu einem besseren Verständnis der Feinschmecker bei die am Ende ja auch nur Menschen sind und sich nach Liebe sehnen. In den 80ern waren die Sitten auch etwas Flegelhaft würde her Lecter sagen und sich etwas Nacktaffenhirn in feiner Butter wälzen..."

Das ist auf jeden Fall eine Gourmetkritik ganz nach meinem Gechmack!

Donnerstag, 16. März 2023

Endlich an der Spitze der journalistischen Nahrungskette!

 


"Wenn man zitiert wird hat man es geschafft!"
Markus Söder 

Freitag, 2. Dezember 2022

LIMBO (2021)





BULLENSCHWEINE!
HALTET EUREN STALL SAUBER!

Geboren in der Tonne. Gelebt in der Tonne. Gestorben in der Tonne. Einst Mensch. Jetzt Müll. Zu Müll gewordener Mensch. Mülltonnenmensch. Wiedergeborener Humanabfall. Tonnen-Neustart. Das recycelte Grauen. Mülltrennung mittlerweile unmöglich.
Und wieder von vorne: Babies als Nahrung statt Babynahrung.
Kompost-Trennkost. Hört sich gesund an, schmeckt aber beschissen!
Wie stilsicher sieht denn bitte alleine schon das Posterartwork für LIMBO aus? Ein wüstes, völlig farbentsättigtes Wimmelbildinferno.
Ein WO IST WALTER Höllenkreis-Suchbild mit Frauenleichen in schwarz statt rot-weiß. Und der dazugehörige Film ist dann nochmal eine ganz andere Nummer. Nummer 5 lebte und starb, mutterseelenallein auf einem namenlosen Wertstoffhof im Reich der untergehenden Sonne.
Das Bild das hier von der chinesischen Stadtreinigung (inklusive der staatlichen Müllabfuhr) gezeichnet wird ist wirklich hoffnungslos düster!
Recycling? Mülltrennung? Biomüll oder Humanabfall?
Nach diesem Monster von Film schämt man sich fast für den ganzen Müllcontainerwohngemeinschafts-Wohlstand der hier bei uns im Westen herrscht. Wir bekommen zum Mietvertrag gleich drei Tonnen mit eigener Hausnummer und jeweiligen Schlüssel.
In LIMBO jedoch wird jeder arme Teufel der sich kleinlaut nach einem "gelben Sack" erkundigt gleich als Rassistenschwein abgestempelt!
Ein leeres Blatt Papier mag eine saubere Sache sein.
Millionen leere Blätter Papier jedoch sind absolutes Chaos.
Eine Riesensauerei!
Hochgewürgte Krepp-Papierinnereien. Origamikotze.

Samstag, 23. Juli 2022

RIDERS OF JUSTICE (2021)


REFN OF JUSTICE

Mads Mikkelsen versucht gerade klammheimlich und leise die riesige Tür seiner Beverly Hills Prunkvilla zu öffnen, doch leider rutscht seine Hand an dem Türgriff aus puren Gold ab, so das dieser ein luxuriös lautes
                                    💲💲💲KA-TSCHING!💲💲💲
von sich gibt. Dieser satte Ton hallt derartig nach, das er alle finanziellen Aasgeier, Nutznießer und Ex-Ehefrauen im Umkreis mehrerer Morgen Grundbesitz an naheliegenden Reichtum gemahnt!
Mads hält augenblicklich den Atem an, ihm bricht der Angstschweiß aus während sich seine Pupillen ganz langsam in alle Richtungen bewegen um sicherzugehen dass die Luft immer noch rein ist, sich seiner Flucht aus dem Paradies niemand entgegenstellen wird. Als er vorsichtig den ersten Schritt vor die Tür seines goldenen Käfigs, in die neue Freiheit setzen will steht sie urplötzlich vor ihm -
Seine bessere (bösere) Hälfte, sein Glück und sein Verderben, seine vor Eifersucht schäumende Sugar-Mommy:


Der Chef der Chefn:
Nicolas Winding Refn!
Mads schafft es mehr schlecht als recht den aus ihm herausplatzenden Schrei zu unterdrücken.
Der egomanische artifizielle Wahnsinn der in Refns Blick glüht, würde selbst den abgebrühtesten Performance Art Künstler einscheissen lassen.
Seine Stimme ist wie von Vocodern verzerrt, mehr irres geckiges Gekreische...und aus dem geöffneten Schlund strahlen höllische Neonlichter die sich in den Prismen des diamantenbesetzten Kronleuchter an der Decke tausendfach brechen.
"DU WILLST MICH ALSO WIRKLICH VERLASSEN? DU UNDANKBARER BASTARD? DU WILLST WIRKLICH WIEDER ZURÜCK...ZU DENEN DA?
NACH ALLEM WAS DU MIR VERDANKST? WENN ICH DICH NICHT IN SZENE GESETZT HÄTTE, WÄRST DU DOCH NOCH IMMER DER KLEINE DRECKIGE DÄNISCHE PUSHER, NICHTS ALS MEIN LAUFBURSCHE! UND WAS IST DANN? DU KEHRST DOCH AM ENDE IMMER WIEDER ZU MIR ZURÜCK! GENAUSO WIE NACH DIESEM LETZTEN NIVEAULOSEN MACHWERK IN DAS DICH JENSEN REINGEZWUNGEN HAT.
MEN AND CHICKEN? WAS FÜR EIN PROLETARISCHER TITEL!
DU WILLST ALSO WIRKLICH ZURÜCK ZU DEINEN KÜNSTLERISCHEN WURZELN? DANN GEH LIEBER IN DEN KELLER UND KETTE DICH NEBEN DER ANDEREN LUSTSCHABE AN DIE WAND...ICH HABE BEREITS IHREN NAMEN VERGESSEN SO UNBEDEUTEND WAR SIE FÜR MEIN WERK! Gusskind? Buskind? ACH JA! GOSSLING HAT SICH DIESER ABSCHAUM RUFEN LASSEN!"

Mads jedoch hebt langsam seinen Kopf, sieht Refn direkt in die Augen und sagt dann ruhig aber bestimmt:
"Du cinephiles Monstrum machst mir keine Angst mehr!
Ich treffe mich jetzt mit der Gang.
Sie mögen nicht in dein artifizielles zeitgeluptes Bild passen, aber sie machen gute Filme.
WIR machen richtig gute Filme.
Machs gut Nicolas.
Auf Nimmerwiedersehen."
THE END

Montag, 13. Juli 2020

POSSESSOR (2020)

MY SON MY SON,
WHAT HAVE YOU DONE?

ANALYSE:
Ich bin so ein Idiot. Als ich vor einigen Wochen über den Titel der Kotaku Review von Brandon Cronenbergs POSSESSOR stolperte machte ich den gleichen dummen Fehler wie immer:
Ich fing an mich im Internet über den mir bis dato unbekannten Film schlau zu machen.
Zeilen wie "Possessor is one of the most artful, colossally effed up horror movies in forever" oder gar "One Of The Most Gruesome Movies In Years" sind nicht nur reinstes Clickbait für den Genre-Freund sondern machen auch das kleine Gore-Bäuerchen hellhörig, welches zwar mal ein großer Bauer war mittlerweilen aber so winzig geworden ist das ich ihm erlaubt habe die kleine Einzimmer-Wohnung hinter meinem Herzen zu beziehen solange es keinen Lärm veranstaltet.
Ich hatte hier mal geschrieben das die prägendsten Seherfahrungen für mich immer jene waren die ich im seligen Zustand absoluter Ahnungslosigkeit gemacht habe, frei jeglicher Erwartungen und losgelöst von der schweren Last eines sich selbst induzierten Vorwissen. Wie selig waren doch noch die Jugendjahre in denen man von einem Film nur durch ein DEMNÄCHST Postermotiv erfahren hat und das Kopfkino, angetrieben lediglich von Fantasie und Hirnschmalz, den Rest erledigt hat. Und ich rede hier nicht von den Besuchen einer Sneak Preview in denen man sich, nur weil es ausnahmsweise kein Til Schweiger Film ist der dort läuft, lediglich einbildet glücklich zu sein.
Lange Rede wenig Sinn:
POSSESSOR ist ein solider dystopischer Tech-Thriller dessen Cyberpunk-Prämisse dreckiger klingt als sie aussieht.
Cronenberg erzählt seinen Film in derartig unterkühlten klinisch sterilen Bildern, das sein Set-Design auf mich mehr wie eine Kunstinstallation gewirkt hat. Das sieht natürlich alles sehr toll und hochwertig aus, hat mich aber in seiner offen zur Schau gestellten Künstlichkeit ein wenig genervt.
Plottechnisch ergibt das natürlich Sinn, denn auch wenn ich mir das Setting ein wenig dreckiger gewünscht hätte, ist es ja aus medizinischer Sicht weitaus vernünftiger den operativ dargestellten Eingriff in ein fremdes Bewusstsein via Gehirnhack, in möglichst sauberen Interieurs stattfinden zu lassen.
In Wirklichkeit wären William Gibsons Romanhelden wahrscheinlich längst elendig an den Keimen verendet welche man sich beim Körperteil-Tuning in irgendeinem versifften dystopischen Scheißhaus zuziehen kann. Gestorben wird in POSSESSOR natürlich trotzdem.
Zu gewissen Teilen mag ich abgestumpft sein aber aufgrund der Tatsache das sich die Gewaltakte in diesen hell ausgeleuchteten und absolut keimfreien Räumlichkeiten abspielen wirken diese mehr wie eine fehlgeleitete zynische Performance:
Stellt euch vor jemand kauft sich eine Luxuswohnung in bester Lage, fängt an die Wände zu tapezieren und komplett weiß zu streichen um dort danach ein Schwein zu schlachten weil er die sich daraus ergebenden Kontrastfarben so schön findet.
Teilweise ist die ausgestellte Brutalität derartig drüber das sie nur schwer ernstzunehmen ist. Das ist ja an sich nichts schlechtes verkommt hier aber schnell zum Gimmick.
Schnell fühlt man sich nicht nur an BLACK MIRROR erinnert sondern sogar konkret an die Episode CROCODILE die eine fast identische Geschichte erzählt und (Zufall?) auch mit Andrea Riseborough in der Hauptrolle besetzt war.
Natürlich kann sich ein Film heutzutage nicht nur auf den durch Blut und Gedärm generierten Schauwert verlassen wenn er sich auch dem Zuspruch des Arthouse Feuilletons gewiss sein will. Für dieses Klientel greift er dann zum gegenteiligen Extrem.
Was wäre denn die gute alte Ultrabrutale ohne den auflockernden Gegenpol der Ultrasurrealen?
Es tauchten nämlich auch Stimmen auf die von
einer bildgewaltigen Vision sprachen welche an UNDER THE SKIN erinnert und nicht nur wegen Andrea Riseborough das MANDY Feeling heraufbeschwört sondern auch die Nackenhaare eines jeden räudigen Gorehounds der Interpretationsansätze scheut wie der Teufel das Weihwasser. Auch hier kann ich Entwarnung geben:
In einem Film in dem es um Auftragskiller geht die sich ins Unterbewusstsein ihrer Opfer einklinken um diese für ihre Morde fernzusteuern gibt es natürlich Stroboeffekte und visuelle Schnitt-Schnipsel. Hier gibt es dann einige recht toll getrickste weil handgemachte Bilder von ineinanderfließenden menschlichen Gesichtern die mehrdeutig zu lesen relativ schwierig sein wird.
Ich verstehe aber das Dualität manchmal überfordern kann vorallem wenn im Kontext des Films dann die beiden Hauptdarsteller anfangen mit der jeweiligen Stimme des Anderen zu sprechen während sie angestrengt in den Spiegel starren. Wer sich an solchen Stellen  alleingelassen fühlt und anfängt aus den Ohren zu bluten hatte wahrscheinlich auch seinen ersten Schlaganfall beim Kinobesuch von MATRIX weil man damals gegenüber seiner weiblichen Begleitung schlecht zugeben konnte das man sich schon beim Anblick der Lederjacken auf dem Plakat ein bisschen gegruselt hat, dieses Gefühl mittlerweile jedoch längst in Todesangst umgeschlagen ist.

DIAGNOSE:
Auch ohne die bereits angesprochene falsche Erwartungshaltung (für die ich ja Cronenzwerg nicht verantwortlich machen kann) hat sich mir in Bezug auf das Werk und den unvermeidlichen Vergleich mit dem Schaffen seines Vaters folgende Frage gestellt:
Sind Zynismus und das Body Horror Genre untrennbar?
Menschlichen Emotionen waren bei Senior Cronenberg doch auch immer der nötige Faktor und Auslöser für die verschiedenen Eskalationsstufen seiner Körperhorrors.
Emotion ist hier das Stichwort. Ich würde sogar soweit gehen und vielen seiner Werke einen eigenwilligen Humor unterstellen.
In den Filmen seines Sohnes ist hiervon nichts mehr übrig geblieben.
POSSESSOR ist wirklich kompetentes großartig gemachtes Blendwerk (mit dem ich eigentlich kein Problem hätte) welcher aber auf einer derartig drastischen "Pointe" endet die ihren abgrundtiefen Zynismus offen zur Schau stellt. Ich habe kein Problem damit wenn man seinen Film mit einem Tiefschlag in die Magengrube beenden will sofern er sich diesen auch verdient hat.
Brandon Cronenberg hat es aber nicht so mit den Tiefschlägen.
Kurz vor der Schwarzblende tritt er dir lieber kräftig in die Eier und während du zu Boden gehst spuckt er dir noch auf den Kopf.
Seltsamerweise scheint er das lustig zu finden.

Sonntag, 30. September 2018

THE HOUSE THAT JACK BUILT (2018) - TRAILERANALYSE






DAS "TRIER" IM MANNE:
Lars Cannes einfach nicht lassen.
Vom Partyvolk und dessen Wettbewerb im Vorfeld ausgeschlossen (das gemeine Filmfestvölkchen mal wieder voller Hoffnung sich dieses Jahr endlich wieder ungestört und gegenseitig einen von der goldenen Palme wedeln zu können) hat unser Lars einfach das gemacht was er in einer solchen Situation immer gerne zu machen pflegt:
Er kommt einfach trotzdem.

Im Gepäck Altbewertes: Einen Haufen unverzollter Polarisierung und eine gut abgehangene Entourage bestehend aus dem hippsten schauspielenden Jet-Set-Völkchen was man für Filmfördergeld anheuern kann.
Ungemein von Vorteil auch die zahlreichen Phobien des "Triers", allen voran seine Angst vor der holden Weiblichkeit.

Jemand der in ständiger Furcht vor dem schwachen Geschlecht lebt ist natürlich auch immun gegen jegliche Kritik von Seitens der "MeToo" Bewegung, da er ja beim Auftritt einer hilflosen Frau lieber die Flucht ergreift als selbiger den Fluchtweg abzuschneiden wie es bspw. das Weinschwein, Triers animalisches Gegenstück gerne zu tun pflegt.
Wer also nicht physisch handgreiflich werden kann, muss sich eben auf die Verletzung von Gefühlen mithilfe seiner Kunst konzentrieren. Das Ergebnis:
THE HOUSE THAT JACK BUILT
Ob es sich dabei um ein inoffizielles Bio"pig" des Weinschweins und dessen Company Hausbau handelt liegt alleine im Auge des Betrachters.
Eines jedenfalls scheint jetzt schon sicher zu sein:
Für jeden unverbesserlichen Misogynen wird dies wohl der Partyfilm an dem es dieses Jahr kein Vorbeikommen gibt!
In diesem Sinne:
LARS sei mit TRIER!


Montag, 31. Juli 2017

The Theatre Bizarre (2011)


HITZE-HÄPPCHEN-ANTHOLOGIE-ANALYSE
AUS DEN DIGITALEN PAPIERKORB-TIEFEN GEHOBEN:
la found footageé

AUGUSTANALYSE:
THE MOTHER OF TOADS
fabriziert von Richard Stanley

Soviel Authenzität zum August-Auftakt ist wohl schwerer zu schlucken als fahle Froschgrütze es jemals zu sein vermag. Und wenn sich das nach Wortfabulerei liest, ist es bestimmt nicht dies, sondern schlicht und ergreifend unglaublich mies...

Die Mutter aller Kröten treibt einem gleich mal den Frosch in den Hals.
Auf einem Trip durch die Kulturdiktatur Europa geraten ein pflichtbewusst Vollbarttragender Anthropologe (Dickschädelvergleichsexperte, tote Menschenkenner) und seine hotpantstragende "chosen Cheerleaderin" an eine teilzeitkrämende
Bene Gesserit Moderequisiten Fundus Verwalterin. Diese versucht das Pärchen
Nach dem Erwerb eines nekronomischen Kleinods (supernaturales Nippes), welches natürlich punktgenau den Geschmack des archetypischen modebewußten cheerleading girls triff und dem Versprechen wo dieses herkommt gäbe es noch mehr, respektive Einblick auf den Gral der, na nennen wir es aufgrund er fiktivität des Wekes mal, "Krypto-Antropholohie", der geneigte Leser ahnt es schon: DAS NECRONOMICON
Als fundierter Kenner der menschlichen Verwirrung weiß unser Kultur-Indiana-Jones natürlich sofort das die graffelmarktaffine Okkulthehlerin (seines Vertrauens) die Wahrheit spricht, nimmt er doch jedes der unheilvoll über ihre Lippen geraunten Wörter für bare Münze.
Flux wird der nachmittäglich angesetzte Ausflug nach Port-du-Schnappschuss (hier gibt es nachweisbar vorzügliches Bildmaterial für die dia-geilen Verwandten "back home" die man durch diese gezielt abfotografierte Langeweile für mindestens ein halbes Jahr auf einen Sicherheitsabstand von circa 2000 yards - oder wie vermisst der Ami? - bugsieren kann...) sehr zum Missfallen der, trotz des europäisch rauhen Wetters an ihrem kalifornischen Kleidungsstil festhaltenden, besseren Hälfte abgeblasen. Die mündlich garantierte Einladung der Teilzeitbibliothekarinin in den lovecraft´tschen Lesezirkels stellt sich als echt heraus.
Dies stellt der an sumerischen Fiktivlyrik interessierte Protagonist fest als er auf dem Rückweg zum Hotel eine Auffälligkeit im Lokalkolorit wahrnimmt:

MÄRCHEN IM WANDEL DER ZEIT:
Heute: Die Emanzipation am Beispiel der wachgebumsten Krötenkönigin
Sex mit einer Laiche - Der feuchte (Alp-)traum eines jeden Gleitmittelfabrikanten...


Das keltische Felsgestirn (Steiner - das eiserne Kreuz) überzeugt ihn vollends, stellt doch die eingravierte "8" nicht etwa die Distanz zur nächsten Frosch n´Fries Bude dar, sondern ist vielmehr ein in antrophologischen Kreisen weitverbreiteter Wink mit dem Zaunpfahl (Some serious supernatural shit is going on!). Also wird die Begleitzicke im Hotel zurückgelassen und ordentlich Aftershave in den Vollbart gerieben um sich für die Pre-Printmedien-Präsentation angemessen zu präparieren. Nach Ankunft im Hexen-Chateau werden gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Nach nur 3 Seiten des al azif´schen Bestsellers (von solchen Verkaufszahlen kann Frank Schätzing nur feuchtträumen) steht dessen Echtheit aufgrund seiner Handgeschriebenheit, außer Frage denn wie wir alle wissen galt im alten Sumer der Buchdruck noch als Urheberrechtsverletzung. Nach dieser Bettlektüre wird sich die alte Vettel, mit Hilfe ihres selbstgebrauten Binsenkraut-Viagra-Cocktails schön gesoffen und danach dem perversen Amphibienfetisch gefröhnt. Für eine Liebesnacht mit einem Amerikaner macht Großmütterchen alles was man unter praktizierenden Blümchensexbekennern als rauen Ritt in die Abwegigkeit bezeichnen würde. Die Froschlaiche ist nicht nur eine äußerst unansehnliche Liebesstellung sondern auch eine schleimige Sauerei sondersgleichen. Im Geschlechtsakt vollzieht sich dann auch die Mutation in die titelgebende Krötenmama (Muttertion) - der misogyne aber beliebte Witz der beinlosen, schleimspurziehenden Frau wird hier in einer drastischen Ganzkörpervariante auf die Spitze getrieben. Der absolute Alptraum für jeden noch so optimistischen Gleitmittelfabrikanten.


Dies ist dann auch der Freundin zuviel die sich rechtzeitig eingefunden hat um ihren Voyeurismus am Fenster des Anwesens zu fröhnen.
Über den sodomistischen Seitensprung ihres Freundes in die europäische Fauna in Rage versetzt flüchtet sie, in die nächtlich-neblige Sumpfflora, um sich über ihre Beziehung und die Nachteile eines gemeinsamen Pärchenurlaubs im Klaren zu werden. Hier kommen die Kröten ins (bis dahin recht dürftige) "Schau"-Spiel. Die nächste Szene reserviert den Film einen festen Regalplatz in der Sammlung eines cinehistorischen Vollständigkeitsfanatikers, denn der alleinige Umstand das in diesem Machwerk das Zertreten von Fröschen und Kröten in frontaler Nahaufnahme zelebriert wird, verpflichtet zum Sofortkauf.
Klauenbewerte Krötenhände krallen krampfartig in die Kehle der nun kerlosen Katherine K. (Name von der Redaktion aus offensichtlicher Wortklangspietät geändert).

Nicht nur dem Zuschauer graut es vor dem Morgen danach.

WAHNSINNIG WIDERWÄRTIG:
3 KILO KRÖTE (bzw. 6 Pfund Quack) aufgepustet und "ready to platz"!
Optional oder auf persönlichen Wunsch liefern wir diesen drolligen
Grütze-Flummi auch blasebereit mit medizinsch korrekt platzierten Rektal-Strohhalm!
DER KNALLER auf jedem Kindergeburtstag, erst recht wenn die kleinen Racker gerade das zarte Alter des Sadismus-Empfindens "betreten"...

Der von seinem tierischen Liebesabenteuer verkaterte Koitalforscher (über Nacht umgeschult) macht eine unliebsame Entdeckung.
Die ihm anhaftenden Sekrete sind nicht nur vaginaler Natur. Für sowas hätte selbst der unkultivierteste touristische Nuttenpreller keinen Dollar ausgegeben.
Beim Starten seines Fluchtwagens identifiziert er anhand der Ohrringe das der Verdauungsgrad seiner im wahrsten Sinne des Wortes verflossenen jegliche reumütige Ausrede überflüssig macht, da diese nur noch anhand ihrer Ohrringe identifizierbar ist.
Doch für diese Gedanken untreuer Natur ist es ohnehin schon zu spät.
Der Krötenfeman nötigt ihr ausgebüchstes Betthupferl zum tödlichen Abschiedskuss


Das erste Kurzfilmsegment hinterlässt ein recht fragwürdiges Aroma in der Mundflora.
Die obligatorische Frage "Mit oder ohne Zunge?" sollte sich hiermit für alle Zeiten erübrigt haben.

Mit den dokumentierten Urlaubsimpressionen von der Insel des Dr. Moreau gelang es Richard Stanley auf beeindruckende Weise seine zart erblühende Hollywoodkarriere brutal im Keim zu ersticken. Das allein sollte schon reichen um dem Mann gebürtig Respekt zu zollen; denn sein Beitrag zum bizarren Theaterstadl tut es definitiv nicht. Stanley, auch hier als oraler Zeremonienmeister sichtlich überfordert fährt seinen Opener und somit den ganzen Auftakt in dieser Anthologie auf optisch und dramaturgischen RTL-II-Eigenproduktionsniveau frontal an die Wand. Schade eigentlich, aber wenn ein Unfall gleich zu Beginn einer Fahrt passiert kann der Urlaub eigentlich nicht mehr schlimmer werden, oder?

Samstag, 5. November 2016

KARACHO – 2. Festival des Actionfilms


Unglaubliches hat sich diese Woche zugetragen:
Bartel wagte es, trotz seinen zahllosen grammatikalischen Schwächen und den unüberwindbaren Problemen mit den Kommaregelungen, einen Urlaubsantrag auszufüllen!
Ganze zwei (2!) Tage wird er sich gönnen um das  KommKino 
vom 11.-13.11.2016 mit seiner Anwesenheit zu beglücken.
Er schwört hiermit hoch und heilig sich mit all seinen geistigen Kräften um eine nahtlose Berichterstattung der Festivitäten zu bemühen!

Wir wünschen ihm viel Glück!


Programmüberblick:
Freitag 11.11.
15:30 Lone Wolf and Cub 1+2 (OmU)
21:15 Der Tanz des Drachen
23:30 Der Liquidator
Samstag 12.11.
13:30 Die Cadillac-Bande von San Francisco
15:30 Ator - Herr des Feuers
21:15 Der Ninja
23:30 Chikago Poker
Sonntag 13.11.
13:30 Mad Angels
15:30 Dangerous Men (OV)
17:30 Starship Troopers (OV)

Sonntag, 6. September 2015

Hercules in New York (1969)

HERCULES IN NEW YORK


ANALYSE:

Hercules wird mal wieder vom Sucht-Druck heimgesucht und beschließt zum Anabolika-Schlussverkauf nach New York zu reisen. Die Entbehrung macht ihm zu schaffen und so landet die griechische Legende erst einmal auf einem Flugzeug. Eine Dame bemerkt den blinden Passagier, doch Zeus schaltet sich ein und sie wird umgehend durch eine Portion Nervengas ruhig gestellt. Anschließend macht der Athlet einen Sprung ins Wasser und wird von der ozeanischen Mitfahrzentrale abgeholt und zum Big Apple eskortiert.

LIBERALIZE THIS!
Das liberal-grüne Klima welches ein komisch duftendes Windchen durch die Lande bläst rührt einzig und allein durch den selbstlosen Einsatz des Herbalinators auf der kalifornischen Polit-Spielwiese her.
Hier sehen wir wie Arnold - der Politiker - mit schwarzbepelzten Gesetzesblockierern verfährt welche sich mithilfe von sogenannten "Tarnfellen" unter die Wählerschaft mischen.
Früher noch als grauenhafte Dickhäuter auftretend bevorzugen diese mittlerweilen den modisch ansprechenderen Look "Republikanischer Tanzbär"

Kaum angekommen treiben die durch Anabolika ausgelösten Aggressionen den Halbgott in eine Keilerei. Ein Brezel-Verkäufer beobachtet die Schlägerei und findet Gefallen an dem fremden Hünen. Er entsagt den krummen Dingen und folgt dem Objekt seiner Begierde nun als Manager und Vermittler.
Die Dope Suche treibt Hercules und seinen Begleiter auf einen Sportplatz, wo der Held sich anhand verschiedener Olympischer Disziplinen profilieren kann. Alsbald ist der benötigte Kontakt auch hergestellt und ein Treff wird vereinbart. Im Streit um den Preis des Aufputschmittel, wird Hercules handgreiflich und schleudert einen anderen Kunden durch das Zimmer. Überraschend verliebt sich dessen weibliche Begleitung in den griechischen Aggressor und brennt mit ihm durch.
Wir freuen uns, dass Sie sich für Airnold-Airlines entschieden haben und wünschen Ihnen einen guten Flug!



Der Manager jedoch ist deutlich gekränkt und betet folglich um göttliche Beihilfe um dem Muskelprotz eins auszuwischen. Zufällig ist Zeus bis zur Oberlippe mit Ouzo gefüllt und erfüllt dem Bittsteller den Wunsch. Die göttlichen Kräfte werden entzogen und ferner gehört Hercules' Hintern nun fiesen Betreibern einer Wrestling Arena. Dort muss er kämpfen um weiter die Stoff Lieferungen zu erhalten.

Jedoch stellt sich für den verliebten Manager bald heraus, dass die Berührungen zwischen seinem Kämpfer und diversen Peinigern nicht zur sexuellen Umpolung führen würden. Jedoch ist die Situation mittlerweile eskaliert und der Schlagabtausch wird in der New Yorker Skyline ausgetragen. Als Hercules Muskeln die Aufputschmittel verbrannt haben und ein Sieg in weiter Ferne scheint, treibt Zeus das schlechte Gewissen eines versoffenen Vaters. Er schickt zwei Schläger vom Olymp und gibt ihnen ein bisschen Boost für den schwächelnden Sohn mit.

Nachdem die Sterblichen geschlagen sind, entschuldigt sich Hercules für sein Anabolika-typisches Verhalten und wird auf den Olymp zurück geholt als sich seine Aggression gelegt hat. Da er nun genug Stoff hat, interessiert ihn sein Manager nicht mehr und er verschwindet ohne sich noch persönlich zu verabschieden. Aus Rache für die angedrehte Knechtschaft schickt er aber Radio Botschaften, um dem zugeneigten Verwalter stets im Kopf zu bleiben. Im Olymp hingegen bemerkt Zeus, dass er nun auch keinen Stoff mehr hat und begibt sich ebenfalls zum Anabolika Schlussverkauf.


DIAGNOSE:
Die 68er Revolution brachte viele alternative Meinungsmacher hervor, folglich musste das in seinen Grundfesten erschütterte amerikanische Establishment gegen diese "friedlich" vor sich hinspriessende Gefahr für die konservative Regierung, auf irgendeine Art und Weise vorgehen.
Die Verteidigung des amerikanischen Wertesystems sollte mithilfe symbolischer St(r)ahlkraft der Kunst vollzogen werden. Auf der Suche nach einer Gallionsfigur für den Widerstand gegen das antiliberale Blumen-Bollwerk, wurde man im österreichischen Ausland fündig.

Arnold hatte sich so sehr hochgespritzt, dass seine Muskeln nicht nur international bekannt waren, sondern auch die, seit der Antike etablierten hannibalischen Transportrouten nicht mehr die Dopingversorgung ausreichten.
Der geniale Coup des amerikanischen Präsidenten brachte der konservativen Regierunng nicht nur eine Gallionsfigur, nein, auch die bisher am Limit operierenden Muckibuden kamen dadurch in Kontakt mit hilfreichen Aufbaupräparaten.

Um seinen Background gerecht zu werden, gleichzeitig das vorbelastete Österreich aber nicht zu erwähnen, nutzte man seine Verbindungen nach Griechenland um Spiritualität in den Anti-Hippie-Film einzubauen.
„Mehr Gewichte, mehr Wiederholungen, keine Pausen!
Schneller Heben, derber schreien, keine Flausen!
Doch irgendwann wirst du gebremst von Mutter Natur.
Der entgehst du nur, per Anabolika Langzeit Kur.“  
(O-Ton Arnold Schwarzenegger)






Samstag, 20. Dezember 2014

Die Goslinger Lobpreisungen


THE GREAT, THE GOOD-LOOKING and THE GOSLING
Wir Fackelträger der MULTIPLEN FILMSTÖRUNG erinnern an die, (wie wir finden) viel zu früh verstummten Goslinger-Lobpreisungen vergangener Zeiten...



TEIL I: GEBURT
Aufblende. Vaginale Frontalperspektive. Etwas scheint dort in diesem höhlenartigen Schlund zu lauern. Angestrengt kneifen wir die Augen zusammen, versuchen etwas in dieser undurchdringlichen Finsternis auszumachen. Doch da! Was ist das? Ein Lichtpunkt inmitten der Dunkelheit. Er scheint größer zu werden. Mit jeder Sekunde die vergeht, wächst das Leuchten weiter, scheint unentwegt anzuschwellen. Das riecht nicht nur faul, das sieht sogar danach aus!  
Licht im Innern des Tunnels? Das sollte doch eigentlich am Ende sein?
Mit der ansteigenden Helligkeit die aus dem Muttermund herausexplodieren zu wollen scheint, vernehmen wir gleichzeitig eine unsagbar schöne Melodie, deren Notenspiel gar aus einer anderen Welt zu tönen den Eindruck macht. Urplötzlich wird es uns klar. Engelsgesänge sind das. Die geflügelten Kinder Gottes, deren süßliches Zusammenspiel von Tonlagen uns Menschen wissen lassen soll, dass wir uns auf eine Ankunft von unaussprechlicher Herrlichkeit bereit zu machen haben.
Jetzt implodiert das paradiesische vaginale Flutlicht aus der organischen Tiefe und erfüllt den Raum mit goldener, himmelsweißer Wahrhaftigkeit!
Das Spotlight Gottes macht es unseren Augen unmöglich auch nur Bruchteile sehen zu dürfen. Der Raum scheint fast zu bersten.
Der Gesang erreicht seinen höchsten, orgiastischen Punkt, will uns fast das Trommelfehl frikassieren. Blind wie wir sind, warten wir jetzt nur noch darauf mit einer ewigwährenden Taubheit bestraft zu werden. Gleich. Jetzt! Es macht einen Knall der derartig laut ist das wir schreien müssen.
Doch zu unserer Überraschung waren das nicht unsere Ohren. Es scheint als hätte es eine Sicherung rausgehauen denn das Zimmer ist bereits in tiefster Schwärze versunken, der himmlische Chor verstummt. Wir sind uns jetzt gewiss das sich hier gerade ein göttliches Wunder zugetragen haben muss. Eine Geburt etwa?

ZISCH!
ertönt es, das Geräusch eines soeben entzündeten Streichholzes.
Danach das trockene Paffen das vom ersten Zug am Filter einer Zigarette zeugt.
Der göttliche Abgesandte hat seine erste Amtshandlung auf unserer Erde vollzogen.
Das Füllen seiner Lungenflügel mit Qualm und Teer.
Hiermit hat er sich zu erkennen gegeben!

"Ich werde jetzt ein wenig Gosling ins Dunkle bringen."
 



TEIL II: GESANDTER GOTTES
Die Kamera liebt es ihn in Pose zu setzen.
Es scheint so als ob beide füreinander gemacht worden wären.
 




TEIL III:
GESANDTER GOTTES
im Umkehrschluss
GESANDTER GOSLINGS