Mittwoch, 5. August 2015

Hercules in New York (1969)

HERCULES IN NEW YORK


ANALYSE:

Hercules wird mal wieder vom Sucht-Druck heimgesucht und beschließt zum Anabolika-Schlussverkauf nach New York zu reisen. Die Entbehrung macht ihm zu schaffen und so landet die griechische Legende erst einmal auf einem Flugzeug. Eine Dame bemerkt den blinden Passagier, doch Zeus schaltet sich ein und sie wird umgehend durch eine Portion Nervengas ruhig gestellt. Anschließend macht der Athlet einen Sprung ins Wasser und wird von der ozeanischen Mitfahrzentrale abgeholt und zum Big Apple eskortiert.

LIBERALIZE THIS!
Das liberal-grüne Klima welches ein komisch duftendes Windchen durch die Lande bläst rührt einzig und allein durch den selbstlosen Einsatz des Herbalinators auf der kalifornischen Polit-Spielwiese her.
Hier sehen wir wie Arnold - der Politiker - mit schwarzbepelzten Gesetzesblockierern verfährt welche sich mithilfe von sogenannten "Tarnfellen" unter die Wählerschaft mischen.
Früher noch als grauenhafte Dickhäuter auftretend bevorzugen diese mittlerweilen den modisch ansprechenderen Look "Republikanischer Tanzbär"

Kaum angekommen treiben die durch Anabolika ausgelösten Aggressionen den Halbgott in eine Keilerei. Ein Brezel-Verkäufer beobachtet die Schlägerei und findet Gefallen an dem fremden Hünen. Er entsagt den krummen Dingen und folgt dem Objekt seiner Begierde nun als Manager und Vermittler.
Die Dope Suche treibt Hercules und seinen Begleiter auf einen Sportplatz, wo der Held sich anhand verschiedener Olympischer Disziplinen profilieren kann. Alsbald ist der benötigte Kontakt auch hergestellt und ein Treff wird vereinbart. Im Streit um den Preis des Aufputschmittel, wird Hercules handgreiflich und schleudert einen anderen Kunden durch das Zimmer. Überraschend verliebt sich dessen weibliche Begleitung in den griechischen Aggressor und brennt mit ihm durch.
Wir freuen uns das Sie sich für Airnold-Airlines entschieden haben und wünschen Ihnen einen guten Flug!



Der Manager jedoch ist deutlich gekränkt und betet folglich um göttliche Beihilfe um dem Muskelprotz eins auszuwischen. Zufällig ist Zeus bis zur Oberlippe mit Ouzo gefüllt und erfüllt dem Bittsteller den Wunsch. Die göttlichen Kräfte werden entzogen und ferner gehört Hercules' Hintern nun fiesen Betreibern einer Wrestling Arena. Dort muss er kämpfen um weiter die Stoff Lieferungen zu erhalten.

Jedoch stellt sich für den verliebten Manager bald heraus, dass die Berührungen zwischen seinem Kämpfer und diversen Peinigern nicht zur sexuellen Umpolung führen würden. Jedoch ist die Situation mittlerweile eskaliert und der Schlagabtausch wird in der New Yorker Skyline ausgetragen. Als Hercules Muskeln die Aufputschmittel verbrannt haben und ein Sieg in weiter Ferne scheint, treibt Zeus das schlechte Gewissen eines versoffenen Vaters. Er schickt zwei Schläger vom Olymp und gibt ihnen ein bisschen Boost für den schwächelnden Sohn mit.

Nachdem die Sterblichen geschlagen sind, entschuldigt sich Hercules für sein Anabolika-typisches Verhalten und wird auf den Olymp zurück geholt als sich seine Aggression gelegt hat. Da er nun genug Stoff hat, interessiert ihn sein Manager nicht mehr und er verschwindet ohne sich noch persönlich zu verabschieden. Aus Rache für die angedrehte Knechtschaft schickt er aber Radio Botschaften, um dem zugeneigten Verwalter stets im Kopf zu bleiben. Im Olymp hingegen bemerkt Zeus, dass er nun auch keinen Stoff mehr hat und begibt sich ebenfalls zum Anabolika Schlussverkauf.


DIAGNOSE:
Die 68er Revolution brachte viele alternative Meinungsmacher hervor, folglich musste das in seinen Grundfesten erschütterte amerikanische Establishment gegen diese "friedlich" vor sich hinspriessende Gefahr für die konservative Regierung, auf irgendeine Art und Weise vorgehen.
Die Verteidigung des amerikanischen Wertesystems sollte mithilfe symbolischer St(r)ahlkraft der Kunst vollzogen werden. Auf der Suche nach einer Gallionsfigur für den Widerstand gegen das antiliberale Blumen-Bollwerk, wurde man im österreichischen Ausland fündig.

Arnold hatte sich so sehr hochgespritzt, dass seine Muskeln nicht nur international bekannt waren, sondern auch die, seit der Antike etablierten hannibalischen Transportrouten nicht mehr die Dopingversorgung ausreichten.
Der geniale Coup des amerikanischen Präsidenten brachte der konservativen Regierunng nicht nur eine Gallionsfigur, nein, auch die bisher am Limit operierenden Muckibuden kamen dadurch in Kontakt mit hilfreichen Aufbaupräparaten.

Um seinen Background gerecht zu werden, gleichzeitig das vorbelastete Österreich aber nicht zu erwähnen, nutzte man seine Verbindungen nach Griechenland um Spiritualität in den Anti-Hippie-Film einzubauen.
„Mehr Gewichte, mehr Wiederholungen, keine Pausen!
Schneller Heben, derber schreien, keine Flausen!
Doch irgendwann wirst du gebremst von Mutter Natur.
Der entgehst du nur, per Anabolika Langzeit Kur.“  
(O-Ton Arnold Schwarzenegger)






Samstag, 20. Dezember 2014

Die Goslinger Lobpreisungen


THE GREAT, THE GOOD-LOOKING and THE GOSLING
Wir Fackelträger der MULTIPLEN FILMSTÖRUNG erinnern an die, (wie wir finden) viel zu früh verstummten Goslinger-Lobpreisungen vergangener Zeiten...



TEIL I: GEBURT
Aufblende. Vaginale Frontalperspektive. Etwas scheint dort in diesem höhlenartigen Schlund zu lauern. Angestrengt kneifen wir die Augen zusammen, versuchen etwas in dieser undurchdringlichen Finsternis auszumachen. Doch da! Was ist das? Ein Lichtpunkt inmitten der Dunkelheit. Er scheint größer zu werden. Mit jeder Sekunde die vergeht, wächst das Leuchten weiter, scheint unentwegt anzuschwellen. Das riecht nicht nur faul, das sieht sogar danach aus!  
Licht im Innern des Tunnels? Das sollte doch eigentlich am Ende sein?
Mit der ansteigenden Helligkeit die aus dem Muttermund herausexplodieren zu wollen scheint, vernehmen wir gleichzeitig eine unsagbar schöne Melodie, deren Notenspiel gar aus einer anderen Welt zu tönen den Eindruck macht. Urplötzlich wird es uns klar. Engelsgesänge sind das. Die geflügelten Kinder Gottes, deren süßliches Zusammenspiel von Tonlagen uns Menschen wissen lassen soll, dass wir uns auf eine Ankunft von unaussprechlicher Herrlichkeit bereit zu machen haben.
Jetzt implodiert das paradiesische vaginale Flutlicht aus der organischen Tiefe und erfüllt den Raum mit goldener, himmelsweißer Wahrhaftigkeit!
Das Spotlight Gottes macht es unseren Augen unmöglich auch nur Bruchteile sehen zu dürfen. Der Raum scheint fast zu bersten.
Der Gesang erreicht seinen höchsten, orgiastischen Punkt, will uns fast das Trommelfehl frikassieren. Blind wie wir sind, warten wir jetzt nur noch darauf mit einer ewigwährenden Taubheit bestraft zu werden. Gleich. Jetzt! Es macht einen Knall der derartig laut ist das wir schreien müssen.
Doch zu unserer Überraschung waren das nicht unsere Ohren. Es scheint als hätte es eine Sicherung rausgehauen denn das Zimmer ist bereits in tiefster Schwärze versunken, der himmlische Chor verstummt. Wir sind uns jetzt gewiss das sich hier gerade ein göttliches Wunder zugetragen haben muss. Eine Geburt etwa?

ZISCH!
ertönt es, das Geräusch eines soeben entzündeten Streichholzes.
Danach das trockene Paffen das vom ersten Zug am Filter einer Zigarette zeugt.
Der göttliche Abgesandte hat seine erste Amtshandlung auf unserer Erde vollzogen.
Das Füllen seiner Lungenflügel mit Qualm und Teer.
Hiermit hat er sich zu erkennen gegeben!

"Ich werde jetzt ein wenig Gosling ins Dunkle bringen."
 



TEIL II: GESANDTER GOTTES
Die Kamera liebt es ihn in Pose zu setzen.
Es scheint so als ob beide füreinander gemacht worden wären.
 




TEIL III:
GESANDTER GOTTES
im Umkehrschluss
GESANDTER GOSLINGS

Samstag, 23. November 2013

Over the Top (1987)

FAHREN MIT DEM FERNVATER:
KONVOI TO DADDY



ES ANALYSIEREN FÜR SIE:
Bartel und Professor Adalbert



ANALYSE:
Wenn wir von der Multiplen Filmstörung nicht gerade in den elitären Kreisen der Boheme verkehren, findet man uns häufig auch unter den Armen und Kranken im ländlichen Gebiet, wo wir effektiv in den humanen Organismus (das sächsische Öko-System) eingreifen. Hier leisten die filmverliebten Experten noch echte Feldarbeit. Im Außendienst von der frischen Luft in eine Art Rauschzustand versetzt, fühlen sie sich über die Eingeborenen erhaben und können ohne großen Druck vom Elend Notiz nehmen. Hier wird noch echte Handarbeit geleistet, um Stämme und deren Verflechtungen im Erbgut, angemessen, also im Sinne der modernen Ethnie-Bloßstellung, zu dokumentieren. Die eigentümlichen Rituale der so genannten Fernkraft-Nomaden, sind von rauer Natur und in zivilisierten Gegenden höchst verpönt. Gleichwohl gibt es in ihrer Gemeinschaft aber auch Wertsysteme, die jegliche Anwesenheit femaner Partizipation und deren gerechten Behandlung komplett entbehren.
Sind das noch FILMGESTÖRTE oder etwa bereits
KOMPLETT GESCHMACKSVERIRRTE?

Dominiert hier die körperliche Anziehung oder die Geruchsbezogene Abneigung? Es dürfte schwierig werden, hier eine eindeutige Antwort zu finden. Denn kommen sich beide Kontrahenten zu nahe, oder entfernen sich zu sehr, droht die Disqualifikation. Also sind beide zum Fortführen des Spieles gezwungen, sofern sie ihre Ehre behalten wollen.

Die filmgestörten Analysten nutzten ihre weitreichende Erfahrung im sozialen Grenzgebiet und präsentieren nun, im Rahmen ihrer zusammengetragenen Forschungsergebnisse, Sylvesters patriarchischen Kampf um die Hand seines Sohnes. In der Hoffnung auf die Befriedigung der angepeilten Zielgruppe, deren Investitionen in unsere strafrechtliche Immunität die Grundlage für unser wirtschaftliches Fortbestehen Sorge trägt. Eine völlig andere Form der Sorge trägt Sly auf seiner beschwerlichen Odyssee mit sich, denn die Annektierung seines Sohnes gestaltet sich problematischer als einst vermutet. Der Großvater (mütterlicherseits) erweist sich als hartnäckiger Widersacher im Balztanz um die Gunst des jungen Knaben. Durch einen hinterhältigen Giftanschlag auf die eigene Tochter und Erzeugerin des bübischen Pokales, konnte er bereits einen erheblichen Vorsprung erlangen. Somit erschwert der keifende, eifersüchtige Greis, unnötig eine ohnehin schon reibungsintensive und folglich zaghafte Annäherung zwischen Vater und Besamungskonsequenz. Um den hier analysierten Fall familiären Begehrens im Detail verstehen zu können empfiehlt sich die intensive Auseinandersetzung mit dem Werk Menahem Golans

Der eigentlich als Globus geborene Filmemacher sah sich gezwungen seinen Namen frühzeitig zu wechseln, denn seine Werke gelten international als umstritten. Kein Wunder denn Titel wie Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung, Tevje und seine sieben Töchter, Öfter mal was Junges und nicht zuletzt die Motivationsbibel schlechthin, das autodidaktische Durchhaltetraining AGENTEN KENNEN KEINE TRÄNEN (von Kennern der Materie auch öfters die Anleitung zu einem Leben in Hundestellung genannt), schlugen Wellen in den internationalen Medien. Von Interpol verfolgt, vermutet man den mittlerweile fast 84 jährigen Unruhestifter im palästinensischen Exil, wo ihm anonyme und wohlhabende Filmliebhaber vermutlich ein mobiles Filmstudio finanziert haben. Hochtechnologisch ausgestattet, ist es mit diesem Pedo-Mobile – dessen Entwicklungshistorie bis in die Analen des Vatikans zurückreicht - möglich, seit Jahren unentdeckt zu produzieren und damit die Empörung internationaler Kinderrechtler aufrecht zu erhalten.

Insgeheim lässt sich der Film auch als eine romantische Utopie, in einer Zeit nach der femanen Ausheilung deuten. Als die Wunden sich anfingen zu schließen und das stille Ausbluten der Gesellschaft endlich der Vergangenheit angehörte. Ohne die verlockende Ablenkung durch die Femanesen, hat sich die Maskusellschaft gänzlich der Kraftmessung und dem schwitzenden Umwerben ihres Nachwuchses gewidmet. In diesem neuen Sozialgefüge gilt nun derjenige als Objekt der Begierde, dem es gelingt seine Kontrahenten im Duell flach zu legen. Es sei jedoch erwähnt, dass aufgrund ihrer limitierten Forschungszeit und der allgemeinen Ablehnung von griechischer Liebe, Bartel und Adalberts Beobachtungen unbeständig blieben. So bleiben noch einige Fragen offen:


1.) Wird die nachfolgende Generation in der Fortpflanzung beeinträchtigt?
2.) Wie werden die Nutznießer/Mitbewohner der gemütlichen Wohnhöhlen ausgewählt?
3.) Wird die Evolution auf die überhöhte Y-Chromosom Einschränkung reagieren?
4.) Wird der Knabe unserem Sly treu bleiben, obwohl seine Muskeln im Alter langsam steif werden?


DIAGNOSE:
Insgesamt dient OVER THE TOP nicht nur der schieren Beglückung von Sylvesters Stallone Fans, sondern auch der Aufklärung. Vielleicht können sich einzelne von euch ja sogar vorstellen, in einer beschissenen alternativen Human-Utopie zu leben.

Sonntag, 11. August 2013

Melancholia (2011)

PLANET DER BAFFEN
oder
DEPRESSIONEN IM SCHATTEN APOKALYPTISCHER DUNSTGLOCKEN

Melancholia beginnt langsam...sehr laaaangsam nur um danach noch ein klein wenig mehr vom Gas zu gehen.
Der ehemalige Dogma Mitbegründer zeigt dem inszenatorischen Minimalismus erst einmal den Stinkefinger und fährt zu Beginn ganz Frechdachs-like einen hochmütig hochdefinierten Bilderreigen auf, der zwar vollkommen sinnentleert ist, aber sich dafür schamlos anbietet um von sinnsuchenden Filmhochschulabsolventen mit vernebelten Blick und sperangelweitoffenen speicheltriefenden Mündern, begafft bzw. gefühlt zu werden.
Für solche Bilder ist das Wort Scheißlupe erfunden worden, denn wie wir alle wissen, zeugen selbst Fäkalien unter dem strengen Blick eines Mikroskops, von einer geradezu unheimlichen Schönheit.

Okay, ich muß gestehen: Die einläutenden Minuten MELANCHOLIAs haben mich mit mit ihren visuell blendend aussehenden Wunderschönitäten derartig in ihren Bann gezogen, dass ich, wie von dänischer Geisterhand gesteuert, anfing "Freude schöner Götterfunken" zu summen, während meine Hände langsam unter die Gürtellinie wanderten um zu einer brutal-sanften Zwangsmasturbation anzusetzen!

Kirsten Dunst guckt ernst aus der Wäsche während tote Vögel vom Himmel fallen um sich danach im Brautkleid, masochistisch vor sich hin schwelgend, durch eine Sumpfwurzel-Bukake zu quälen.
"Der immer geile Fummelchef, ist immer noch der Wurzelsepp!"

Während der Zuschauer immer weniger Dunst von dem hat, was die Dunst da macht, setzt diese auch, auf Befehl von Meister Trier, zum nächsten Verwirrungsschlag an:
Irgendwie scheint Mary Jane nicht ganz richtig geerdet zu sein, denn ihre feingliedrigen Fingerkuppen fangen an Funken (Blitze!) zu schlagen! Ihre weiße Spitze verfügt also scheinbar über keinerlei ausreichenden ESD-Schutz! Von Trier formuliert seine Botschaft zwar umständlich und unbequem dafür aber ästhetisch wertvoll:

Diese Frau hat einen Schlag!
Der Blues pfeift heulend durch ihr Unterröckchen
Auf dem Höhepunkt geht dann auch noch Mutter Erde den Bach runter! Ein böser Planet, der noch blauer als der unsrige ist, setzt zu einem "Bodycheck" an, der sich gewaschen hat. Wirklich beeindruckend!
Meines Wissens ist Gott von Trier der einzige Naturdokumentarfilmer, der es geschafft hat, eine interstellare Kneipenschlägerei zwischen zwei betrunkenen Himmelsgestirnen, auf Zelluloid zu bannen!
Das stellt sogar die Strahlkraft der fundamentalistischen Bilder des ähnlich gestrickten ARMAGEDDON in den Schatten und läßt dessen Schöpfer Michael Bay, geradezu blass und ein bisschen weniger größenwahnsinnig aussehen.
Wenn man sich nun an Meister Bays aktuelles Werk zurückerinnert, das ja den Titel "DARK OF THE MOON" trug, hat man eine Interpretationskette an der Hand, deren Gewalt mit der Gefährlichkeit eines zu enggeschnallten Asteroidengürtels verglichen werden kann! Und das ist erst die Spitze des Pompösitäteneisbergs.
Denn was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung: Trier überrascht selbst die abgebrühtesten Kunsthauskino-Koryphäen mit einem unglaublichen Plot-Twist der sich gewaschen hat! In einer Rückblende erfahren wir wie es zu der Katastrophe kam und wer die agierenden Strippenzieher waren. An dieser Stelle machen wir Bekanntschaft mit dem "eigentlichen" Helden dieser verdrehten Handlung:
Der wohl berühmteste Bauer der jüngsten Fernsehgeschichte tritt plötzlich auf den Plan. Ich spreche hier nicht von irgendeinem Bauer. Ich spreche von Jack Bauer. Geheimagent im Dienste der CTU (Cultural Terror Unit).
Er ist mal wieder unterwegs um die Welt zu retten. Ungenannten Quellen zufolge plant Erzbösewicht Dr. Trier einen erneuten kulturellen Terroranschlag in Form eines Films auf die westliche Welt. Das Projekt trägt den Decknamen MELANCHOLIA und soll verherrender sein als alles was der Wahnsinnige bis dato ausgeheckt hat.
Bauer hat nun weniger als 24 Drehtage Zeit diese cinematographische Apokalypse zu verhindern! Interessant wird diese ganze Metaebene aber erst aufgrund der Tatsache, das es Bauer gelingt sich als Laienschauspieler zu tarnen um somit als verdeckter Ermittler, die Dreharbeiten des dänischen Wunderknödels auszuspionieren.
Da ihm von Verwandten und Kollegen schon seit jeher eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem U.S. amerikanischen Charakterdarsteller Kiefer Sutherland nachgesagt wird, und sich dieser (wie es der Zufall will) sogar auf der Besetzungsliste von Projekt MELANCHOLIA wiederfindet, trifft Agent Bauer eine moralisch äußerst fragwürdige Entscheidung:
Mithilfe seiner Interpol Kontakte, lässt er Sutherland während dessen Mittagspause vom Drehort entführen und ihn binnen kürzester Zeit nach Guantanamo einfliegen.
Auf dem paradiesischen Eiland besitzt Bauer einen fiesen, kleinen gemütlichen Folterbungalow in dem er gerne im Beisammensein mit engeren Verdächtigen, seine trostlosen Wochenenden verbringt.

Doch der Kiefer will nicht mitspielen. Er schließt seine Scheuklappen, wird sozusagen zu Shutterland. Das gefällt dem Bauer natürlich gar nicht..
Jack Bauers bester Freund bei der Force war Special Agent Dafoe der sich nach einem Wochenende mit der französischen Femme Fatale auf der Waldhütte spurlos davon gemacht hat. Bauer will nicht wahrhaben das sein Freund verschwunden ist und schleust sich als Kiefer Sutherland bei den Dreharbeiten zu Triers neuesten Film als Hauptdarsteller ein um die Wahrheit zu erfahren und Lars seine Nazivergangenheit aufzudecken. Er ahnt jedoch nicht das der Weltuntergang kurz vor seiner Inszenierung steht weil Trier den Geist von Leni Riefenstahl aus der Bundeslade befreit hat!
Arsch von Trier schwelgt eingangs in opulenten Zeitlupen-Langweiler-Bildern um sich dann heftigst beim Kollegen Vinterberg und dessen DAS FEST zu bedienen. Im zweiten Teil bekommen dann alle Kirsten Dunst Internet-Tittenbilder-Sucher worauf sie ein Leben lang gewartet haben. Zwei Hügel und zwei Nippel im melancholischen Licht des tittel-gebenden Planeten.

Danach herrscht Endzeitstimmung die so schwer auf dem Gemüt liegt das selbst Jack Bauer in den letzten 24 Minuten den freiwilligen Abgang wählt. Jetzt bedarf es nur noch einer hysterisch aufspielenden Charlotte Gainsbourg um das Ganze abzurunden. Das Ende der Welt hab ich mir auf jeden Fall lustiger vorgestellt. 3 von 10 abgeschnittenen Schamlippen.

DIE KLEINE EKSTASE DER NIPPELSPITZEN KIRSTEN.
KEINEN DUNST VON GROßEM KINO...