Samstag, 5. November 2016

KARACHO – 2. Festival des Actionfilms


Unglaubliches hat sich diese Woche zugetragen:
Bartel wagte es, trotz seinen zahllosen grammatikalischen Schwächen und den unüberwindbaren Problemen mit den Kommaregelungen, einen Urlaubsantrag auszufüllen!
Ganze zwei (2!) Tage wird er sich gönnen um das  KommKino 
vom 11.-13.11.2016 mit seiner Anwesenheit zu beglücken.
Er schwört hiermit hoch und heilig sich mit all seinen geistigen Kräften um eine nahtlose Berichterstattung der Festivitäten zu bemühen!

Wir wünschen ihm viel Glück!


Programmüberblick:
Freitag 11.11.
15:30 Lone Wolf and Cub 1+2 (OmU)
21:15 Der Tanz des Drachen
23:30 Der Liquidator
Samstag 12.11.
13:30 Die Cadillac-Bande von San Francisco
15:30 Ator - Herr des Feuers
21:15 Der Ninja
23:30 Chikago Poker
Sonntag 13.11.
13:30 Mad Angels
15:30 Dangerous Men (OV)
17:30 Starship Troopers (OV)

Sonntag, 6. September 2015

Hercules in New York (1969)

HERCULES IN NEW YORK


ANALYSE:

Hercules wird mal wieder vom Sucht-Druck heimgesucht und beschließt zum Anabolika-Schlussverkauf nach New York zu reisen. Die Entbehrung macht ihm zu schaffen und so landet die griechische Legende erst einmal auf einem Flugzeug. Eine Dame bemerkt den blinden Passagier, doch Zeus schaltet sich ein und sie wird umgehend durch eine Portion Nervengas ruhig gestellt. Anschließend macht der Athlet einen Sprung ins Wasser und wird von der ozeanischen Mitfahrzentrale abgeholt und zum Big Apple eskortiert.

LIBERALIZE THIS!
Das liberal-grüne Klima welches ein komisch duftendes Windchen durch die Lande bläst rührt einzig und allein durch den selbstlosen Einsatz des Herbalinators auf der kalifornischen Polit-Spielwiese her.
Hier sehen wir wie Arnold - der Politiker - mit schwarzbepelzten Gesetzesblockierern verfährt welche sich mithilfe von sogenannten "Tarnfellen" unter die Wählerschaft mischen.
Früher noch als grauenhafte Dickhäuter auftretend bevorzugen diese mittlerweilen den modisch ansprechenderen Look "Republikanischer Tanzbär"

Kaum angekommen treiben die durch Anabolika ausgelösten Aggressionen den Halbgott in eine Keilerei. Ein Brezel-Verkäufer beobachtet die Schlägerei und findet Gefallen an dem fremden Hünen. Er entsagt den krummen Dingen und folgt dem Objekt seiner Begierde nun als Manager und Vermittler.
Die Dope Suche treibt Hercules und seinen Begleiter auf einen Sportplatz, wo der Held sich anhand verschiedener Olympischer Disziplinen profilieren kann. Alsbald ist der benötigte Kontakt auch hergestellt und ein Treff wird vereinbart. Im Streit um den Preis des Aufputschmittel, wird Hercules handgreiflich und schleudert einen anderen Kunden durch das Zimmer. Überraschend verliebt sich dessen weibliche Begleitung in den griechischen Aggressor und brennt mit ihm durch.
Wir freuen uns, dass Sie sich für Airnold-Airlines entschieden haben und wünschen Ihnen einen guten Flug!



Der Manager jedoch ist deutlich gekränkt und betet folglich um göttliche Beihilfe um dem Muskelprotz eins auszuwischen. Zufällig ist Zeus bis zur Oberlippe mit Ouzo gefüllt und erfüllt dem Bittsteller den Wunsch. Die göttlichen Kräfte werden entzogen und ferner gehört Hercules' Hintern nun fiesen Betreibern einer Wrestling Arena. Dort muss er kämpfen um weiter die Stoff Lieferungen zu erhalten.

Jedoch stellt sich für den verliebten Manager bald heraus, dass die Berührungen zwischen seinem Kämpfer und diversen Peinigern nicht zur sexuellen Umpolung führen würden. Jedoch ist die Situation mittlerweile eskaliert und der Schlagabtausch wird in der New Yorker Skyline ausgetragen. Als Hercules Muskeln die Aufputschmittel verbrannt haben und ein Sieg in weiter Ferne scheint, treibt Zeus das schlechte Gewissen eines versoffenen Vaters. Er schickt zwei Schläger vom Olymp und gibt ihnen ein bisschen Boost für den schwächelnden Sohn mit.

Nachdem die Sterblichen geschlagen sind, entschuldigt sich Hercules für sein Anabolika-typisches Verhalten und wird auf den Olymp zurück geholt als sich seine Aggression gelegt hat. Da er nun genug Stoff hat, interessiert ihn sein Manager nicht mehr und er verschwindet ohne sich noch persönlich zu verabschieden. Aus Rache für die angedrehte Knechtschaft schickt er aber Radio Botschaften, um dem zugeneigten Verwalter stets im Kopf zu bleiben. Im Olymp hingegen bemerkt Zeus, dass er nun auch keinen Stoff mehr hat und begibt sich ebenfalls zum Anabolika Schlussverkauf.


DIAGNOSE:
Die 68er Revolution brachte viele alternative Meinungsmacher hervor, folglich musste das in seinen Grundfesten erschütterte amerikanische Establishment gegen diese "friedlich" vor sich hinspriessende Gefahr für die konservative Regierung, auf irgendeine Art und Weise vorgehen.
Die Verteidigung des amerikanischen Wertesystems sollte mithilfe symbolischer St(r)ahlkraft der Kunst vollzogen werden. Auf der Suche nach einer Gallionsfigur für den Widerstand gegen das antiliberale Blumen-Bollwerk, wurde man im österreichischen Ausland fündig.

Arnold hatte sich so sehr hochgespritzt, dass seine Muskeln nicht nur international bekannt waren, sondern auch die, seit der Antike etablierten hannibalischen Transportrouten nicht mehr die Dopingversorgung ausreichten.
Der geniale Coup des amerikanischen Präsidenten brachte der konservativen Regierunng nicht nur eine Gallionsfigur, nein, auch die bisher am Limit operierenden Muckibuden kamen dadurch in Kontakt mit hilfreichen Aufbaupräparaten.

Um seinen Background gerecht zu werden, gleichzeitig das vorbelastete Österreich aber nicht zu erwähnen, nutzte man seine Verbindungen nach Griechenland um Spiritualität in den Anti-Hippie-Film einzubauen.
„Mehr Gewichte, mehr Wiederholungen, keine Pausen!
Schneller Heben, derber schreien, keine Flausen!
Doch irgendwann wirst du gebremst von Mutter Natur.
Der entgehst du nur, per Anabolika Langzeit Kur.“  
(O-Ton Arnold Schwarzenegger)






Samstag, 20. Dezember 2014

Die Goslinger Lobpreisungen


THE GREAT, THE GOOD-LOOKING and THE GOSLING
Wir Fackelträger der MULTIPLEN FILMSTÖRUNG erinnern an die, (wie wir finden) viel zu früh verstummten Goslinger-Lobpreisungen vergangener Zeiten...



TEIL I: GEBURT
Aufblende. Vaginale Frontalperspektive. Etwas scheint dort in diesem höhlenartigen Schlund zu lauern. Angestrengt kneifen wir die Augen zusammen, versuchen etwas in dieser undurchdringlichen Finsternis auszumachen. Doch da! Was ist das? Ein Lichtpunkt inmitten der Dunkelheit. Er scheint größer zu werden. Mit jeder Sekunde die vergeht, wächst das Leuchten weiter, scheint unentwegt anzuschwellen. Das riecht nicht nur faul, das sieht sogar danach aus!  
Licht im Innern des Tunnels? Das sollte doch eigentlich am Ende sein?
Mit der ansteigenden Helligkeit die aus dem Muttermund herausexplodieren zu wollen scheint, vernehmen wir gleichzeitig eine unsagbar schöne Melodie, deren Notenspiel gar aus einer anderen Welt zu tönen den Eindruck macht. Urplötzlich wird es uns klar. Engelsgesänge sind das. Die geflügelten Kinder Gottes, deren süßliches Zusammenspiel von Tonlagen uns Menschen wissen lassen soll, dass wir uns auf eine Ankunft von unaussprechlicher Herrlichkeit bereit zu machen haben.
Jetzt implodiert das paradiesische vaginale Flutlicht aus der organischen Tiefe und erfüllt den Raum mit goldener, himmelsweißer Wahrhaftigkeit!
Das Spotlight Gottes macht es unseren Augen unmöglich auch nur Bruchteile sehen zu dürfen. Der Raum scheint fast zu bersten.
Der Gesang erreicht seinen höchsten, orgiastischen Punkt, will uns fast das Trommelfehl frikassieren. Blind wie wir sind, warten wir jetzt nur noch darauf mit einer ewigwährenden Taubheit bestraft zu werden. Gleich. Jetzt! Es macht einen Knall der derartig laut ist das wir schreien müssen.
Doch zu unserer Überraschung waren das nicht unsere Ohren. Es scheint als hätte es eine Sicherung rausgehauen denn das Zimmer ist bereits in tiefster Schwärze versunken, der himmlische Chor verstummt. Wir sind uns jetzt gewiss das sich hier gerade ein göttliches Wunder zugetragen haben muss. Eine Geburt etwa?

ZISCH!
ertönt es, das Geräusch eines soeben entzündeten Streichholzes.
Danach das trockene Paffen das vom ersten Zug am Filter einer Zigarette zeugt.
Der göttliche Abgesandte hat seine erste Amtshandlung auf unserer Erde vollzogen.
Das Füllen seiner Lungenflügel mit Qualm und Teer.
Hiermit hat er sich zu erkennen gegeben!

"Ich werde jetzt ein wenig Gosling ins Dunkle bringen."
 



TEIL II: GESANDTER GOTTES
Die Kamera liebt es ihn in Pose zu setzen.
Es scheint so als ob beide füreinander gemacht worden wären.
 




TEIL III:
GESANDTER GOTTES
im Umkehrschluss
GESANDTER GOSLINGS

Samstag, 23. November 2013

Over the Top (1987)

FAHREN MIT DEM FERNVATER:
KONVOI TO DADDY



ES ANALYSIEREN FÜR SIE:
Bartel und Professor Adalbert



ANALYSE:
Wenn wir von der Multiplen Filmstörung nicht gerade in den elitären Kreisen der Boheme verkehren, findet man uns häufig auch unter den Armen und Kranken im ländlichen Gebiet, wo wir effektiv in den humanen Organismus (das sächsische Öko-System) eingreifen. Hier leisten die filmverliebten Experten noch echte Feldarbeit. Im Außendienst von der frischen Luft in eine Art Rauschzustand versetzt, fühlen sie sich über die Eingeborenen erhaben und können ohne großen Druck vom Elend Notiz nehmen. Hier wird noch echte Handarbeit geleistet, um Stämme und deren Verflechtungen im Erbgut, angemessen, also im Sinne der modernen Ethnie-Bloßstellung, zu dokumentieren. Die eigentümlichen Rituale der so genannten Fernkraft-Nomaden, sind von rauer Natur und in zivilisierten Gegenden höchst verpönt. Gleichwohl gibt es in ihrer Gemeinschaft aber auch Wertsysteme, die jegliche Anwesenheit femaner Partizipation und deren gerechten Behandlung komplett entbehren.
Sind das noch FILMGESTÖRTE oder etwa bereits
KOMPLETT GESCHMACKSVERIRRTE?

Dominiert hier die körperliche Anziehung oder die Geruchsbezogene Abneigung? Es dürfte schwierig werden, hier eine eindeutige Antwort zu finden. Denn kommen sich beide Kontrahenten zu nahe, oder entfernen sich zu sehr, droht die Disqualifikation. Also sind beide zum Fortführen des Spieles gezwungen, sofern sie ihre Ehre behalten wollen.

Die filmgestörten Analysten nutzten ihre weitreichende Erfahrung im sozialen Grenzgebiet und präsentieren nun, im Rahmen ihrer zusammengetragenen Forschungsergebnisse, Sylvesters patriarchischen Kampf um die Hand seines Sohnes. In der Hoffnung auf die Befriedigung der angepeilten Zielgruppe, deren Investitionen in unsere strafrechtliche Immunität die Grundlage für unser wirtschaftliches Fortbestehen Sorge trägt. Eine völlig andere Form der Sorge trägt Sly auf seiner beschwerlichen Odyssee mit sich, denn die Annektierung seines Sohnes gestaltet sich problematischer als einst vermutet. Der Großvater (mütterlicherseits) erweist sich als hartnäckiger Widersacher im Balztanz um die Gunst des jungen Knaben. Durch einen hinterhältigen Giftanschlag auf die eigene Tochter und Erzeugerin des bübischen Pokales, konnte er bereits einen erheblichen Vorsprung erlangen. Somit erschwert der keifende, eifersüchtige Greis, unnötig eine ohnehin schon reibungsintensive und folglich zaghafte Annäherung zwischen Vater und Besamungskonsequenz. Um den hier analysierten Fall familiären Begehrens im Detail verstehen zu können empfiehlt sich die intensive Auseinandersetzung mit dem Werk Menahem Golans

Der eigentlich als Globus geborene Filmemacher sah sich gezwungen seinen Namen frühzeitig zu wechseln, denn seine Werke gelten international als umstritten. Kein Wunder denn Titel wie Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung, Tevje und seine sieben Töchter, Öfter mal was Junges und nicht zuletzt die Motivationsbibel schlechthin, das autodidaktische Durchhaltetraining AGENTEN KENNEN KEINE TRÄNEN (von Kennern der Materie auch öfters die Anleitung zu einem Leben in Hundestellung genannt), schlugen Wellen in den internationalen Medien. Von Interpol verfolgt, vermutet man den mittlerweile fast 84 jährigen Unruhestifter im palästinensischen Exil, wo ihm anonyme und wohlhabende Filmliebhaber vermutlich ein mobiles Filmstudio finanziert haben. Hochtechnologisch ausgestattet, ist es mit diesem Pedo-Mobile – dessen Entwicklungshistorie bis in die Analen des Vatikans zurückreicht - möglich, seit Jahren unentdeckt zu produzieren und damit die Empörung internationaler Kinderrechtler aufrecht zu erhalten.

Insgeheim lässt sich der Film auch als eine romantische Utopie, in einer Zeit nach der femanen Ausheilung deuten. Als die Wunden sich anfingen zu schließen und das stille Ausbluten der Gesellschaft endlich der Vergangenheit angehörte. Ohne die verlockende Ablenkung durch die Femanesen, hat sich die Maskusellschaft gänzlich der Kraftmessung und dem schwitzenden Umwerben ihres Nachwuchses gewidmet. In diesem neuen Sozialgefüge gilt nun derjenige als Objekt der Begierde, dem es gelingt seine Kontrahenten im Duell flach zu legen. Es sei jedoch erwähnt, dass aufgrund ihrer limitierten Forschungszeit und der allgemeinen Ablehnung von griechischer Liebe, Bartel und Adalberts Beobachtungen unbeständig blieben. So bleiben noch einige Fragen offen:


1.) Wird die nachfolgende Generation in der Fortpflanzung beeinträchtigt?
2.) Wie werden die Nutznießer/Mitbewohner der gemütlichen Wohnhöhlen ausgewählt?
3.) Wird die Evolution auf die überhöhte Y-Chromosom Einschränkung reagieren?
4.) Wird der Knabe unserem Sly treu bleiben, obwohl seine Muskeln im Alter langsam steif werden?


DIAGNOSE:
Insgesamt dient OVER THE TOP nicht nur der schieren Beglückung von Sylvesters Stallone Fans, sondern auch der Aufklärung. Vielleicht können sich einzelne von euch ja sogar vorstellen, in einer beschissenen alternativen Human-Utopie zu leben.