Montag, 23. Juli 2012

Rocky (1976)



Rocky a.k.a Muhammad Balboa


ANALYSE:
Lange, lange ist es her da waren Filme noch geprägt von den bewegenden Schicksalen ihrer Charaktere. Diese wiederum wurden dem Zuschauer durch hervorragende Schauspieler, verantwortungsvoll und mit dezenter Note beigebracht. Einige Jahre später kam dann Rocky raus. Amerika wurde durch einen Italiener entdeckt. Zumindest war er der erste Segler, der schreiben konnte. Und so wurde Kolumbus' Text-Note der Anlass zu einem legendären Event, etwas später ungefähr 200 Jahre nach der Gründung der USA.

Silvester Stallone, ertappt, aggresiv und
halbnackt bei der Drogenkontrolle am Flughafen.
Immer wenn eine Gesellschaft sich am Rande des Abgrundes befindet, schickt sie die Niedersten ihrer Ränge in den Ring, um die wenigen Obrigen zu befriedigen. Colloseum, Ritter-Tourniere, Bauer sucht Frau. Doch halt, vor letzterem war noch der Boxkampf.

Aus dem Ghetto in das Ghetto
Der sagenumwobene Ms. Philly-Contest.
Mittig im Bild die Gewinnerin.
So kommt es zum Zusammenprall zwischen einem italienischen Einwanderer, der in einem Armenviertel in Philadelphia wohnt und Muhammad Ali, der in dem Film aber Apollo Creed heisst. Der Kampf ist krass, sowohl spannend als auch brutal. Doch für die zartgliedrigen unter den Filmfreunden, hat Regisseur John G. Avildsen auch ein bisschen Gefühlskino eingebaut und damit den Italian Stallion aus der Gosse bis hinauf in das Olymp der Plattnasen aufsteigen lassen - über einen schweren Weg der Verachtung und des Ausschlusses durch Gesellschaft. Im Ghetto der Society lernt er eine Frau kennen, die neben Rocky's Hobby, der sozialen Segregation, auch seine Liebe zur Tierquälerei teilt. Das sich daraus eine traumhafte Beziehung bildet ist klar und muss hier nicht weiter erwähnt werden.

Verkatert aufgewacht und gemerkt dass unten rum alles noch dran ist  - wie wunderbar!
Nur noch die Kotzlache auf der Brust erinnert an den ereignisreichen Vorabend.
Im Hintergrund: das Philadelphia Institut für Ausnüchterung.
Durch die Sichtung des Filmes auch Lust bekommen
sich zu prügeln und dafür den Körper auf Hochform zu bringen?
Hier gehts zum Anabolika Shop.


Wunde Punkte:

In diesem Film wirkt vieles so perfekt, dass man sich verschiedener Punkte einfach nicht bewusst wird. Verschmähte Leserschaft, zum Glück habt ihr uns.
Wir machen aufmerksam:


Aufruhr in der muslimischen Gemeinde:
Muhammad Ali gilt als erster bekannter Werbeträger der salafistischen Gemeinschaft. Welch freche Dreistigkeit des Regisseurs ihn erst als George Washington und dann als Uncle Sam, den rekrutierer für die amerikanische Armee auftreten zu lassen. Doch ein geschickter filmischer Kniff hat ihn bisher von terroristischen übergriffen der ach-so-Unterdrückten Minderheit bewahrt: der Infidel wird zu schwach sein um den unterdrückten Stallion besiegen zu können. Da ist nicht nur Jahwe froh!

MUHAMMAD ALI
APOLLO CREED


                
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      Falsche Tatsachen:
      Muhammad Ali litt an Parkinson. Doch Apollo Creed hat keinerlei Anzeichen irgendwelcher Krankheiten, ausser einer gesunden Prise Abgehobenheit. Frech, wie der Regisseur ist, lässt er Silvester Stallone die nachteiligen Symptome dieser Krankheit tragen: auf den Jogging-Ausflügen und auch allgemein beim Gehen, rutsch dem Hengst immer wieder mal die Hand aus und er versetzt der Luft einen linken oder rechten Haken. Für den Zuschauer auf ersten Blick ganz lustig, doch im After-Life wird Avildsen noch seine Abreibung von Muhammad abkassieren, gesetzt dem Fall er liegt nicht mit mehreren Jungfrauen im Bett.

      Die kleinen Racker gibt es auch für daheim.




          Der Überschminkte
          Geschundene Gesichter:
          Klares Highlight im Rocky Film sind die zerschlagenen Fressen der Hauptcharaktere. Welch Genugtuung als das Kasperle-Theater endlich vorbei ist und die beiden Schauspieler die Hand vor den eigenen Augen nicht mehr sehen können - sie haben nämlich keine Augen mehr. 


          Nicht selten im Boxsport wächst die Stirn des Sportlers plötzlich an. Man munkelt, dass es die Gebete der Trainer sein könnten -"Herr, lass Hirn herabregnen" oder aber kristalline Ablagerungen unter der Haut, als Folge des übermäßigen Anabolika-Konsums -"Speedpickel".

          Der Gesegnete
          Viel wissenschaftlicher und realistischer scheint aber diese Erklärung: um die Welt vor dem dümmlichen Anblick zu verschonen, machen sich die Überaugen-Wülsten selbständig und verschliessen das Glotztrumentarium. Doch man muss auch ehrlich sein: sobald der Film zu ende ist, möchte man doch wieder einen Blick auf die Geschlagenen werfen. Um Euch die Arbeit abzunehmen, hier ein paar Links um den erregenden Anblick nicht missen zu müssen.


          EYE OF THE EITER:
          Eines dieser geschwollenen Prachtexemplare die sich Rocky Balboa während seiner
          Kämpfe zuzog, entwickelte sich zu einer unaufhaltsamen parasitenartigen Deformation
          welche im Laufe der Jahre seine gesamte Mimik befiel...
          DIAGNOSE:
          Guter Film wie ich finde.
          Politisch/religiös brisant, Testosteron-verherrlichend, menschenverachtend, bildend.
          Wer sich nicht an schlechtem Schauspiel und aufgesetzten Storylines stört: ANSCHAUEN!
          Für alle anderen gilt: ANSCHAUEN!
          Schließlich ist dieser Film einer von den beiden Meisterwerken,
          mit denen Rambo das Actiongenre definiert hat!

          Hochachtungsvoll,
          Professor Adalbert

          KUHPHOBIE:
          Die zärtlichen Schlecker seiner Mutter mit ihrer rauhen Zunge,
          machten dem Jungen Angst.
          Er versuchte oft dem fetten Leib mit der widerlichen chleckvorrichtung zu entfliehen.
          Aber erst als sie tot beim Schlachter hing, konnte er über seinen Schatten springen und es ihr heimzahlen. 


          2 Hasst uns! Beschimpft uns! Lasst es raus!:

          Blutonos hat gesagt…

          Ich frag mich ja, wie Avildsen die dreistigkeit besitzen konnte, einen schwarzen Neger gegen einen Italiener gewinnen lassen konnte, dafür haben wir nicht den 2en Weltkrieg gewonnen!... haben wir doch, oder?

          Bartel (filmgestört, linkshändig, schreibblockiert) hat gesagt…

          I love your way to polarise...der Bartel wird davon ganz heiss!
          Da ich erfolgreich die Vergangenheit bewältigt habe kann ich mich nicht mehr daran erinnern wer jetzt damals was gewonnen hat! Bussi, bussi!

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