Montag, 31. Juli 2017

The Theatre Bizarre (2011)


HITZE-HÄPPCHEN-ANTHOLOGIE-ANALYSE
AUS DEN DIGITALEN PAPIERKORB-TIEFEN GEHOBEN:
la found footageé

AUGUSTANALYSE:
THE MOTHER OF TOADS
fabriziert von Richard Stanley

Soviel Authenzität zum August-Auftakt ist wohl schwerer zu schlucken als fahle Froschgrütze es jemals zu sein vermag. Und wenn sich das nach Wortfabulerei liest, ist es bestimmt nicht dies, sondern schlicht und ergreifend unglaublich mies...

Die Mutter aller Kröten treibt einem gleich mal den Frosch in den Hals.
Auf einem Trip durch die Kulturdiktatur Europa geraten ein pflichtbewusst Vollbarttragender Anthropologe (Dickschädelvergleichsexperte, tote Menschenkenner) und seine hotpantstragende "chosen Cheerleaderin" an eine teilzeitkrämende
Bene Gesserit Moderequisiten Fundus Verwalterin. Diese versucht das Pärchen
Nach dem Erwerb eines nekronomischen Kleinods (supernaturales Nippes), welches natürlich punktgenau den Geschmack des archetypischen modebewußten cheerleading girls triff und dem Versprechen wo dieses herkommt gäbe es noch mehr, respektive Einblick auf den Gral der, na nennen wir es aufgrund er fiktivität des Wekes mal, "Krypto-Antropholohie", der geneigte Leser ahnt es schon: DAS NECRONOMICON
Als fundierter Kenner der menschlichen Verwirrung weiß unser Kultur-Indiana-Jones natürlich sofort das die graffelmarktaffine Okkulthehlerin (seines Vertrauens) die Wahrheit spricht, nimmt er doch jedes der unheilvoll über ihre Lippen geraunten Wörter für bare Münze.
Flux wird der nachmittäglich angesetzte Ausflug nach Port-du-Schnappschuss (hier gibt es nachweisbar vorzügliches Bildmaterial für die dia-geilen Verwandten "back home" die man durch diese gezielt abfotografierte Langeweile für mindestens ein halbes Jahr auf einen Sicherheitsabstand von circa 2000 yards - oder wie vermisst der Ami? - bugsieren kann...) sehr zum Missfallen der, trotz des europäisch rauhen Wetters an ihrem kalifornischen Kleidungsstil festhaltenden, besseren Hälfte abgeblasen. Die mündlich garantierte Einladung der Teilzeitbibliothekarinin in den lovecraft´tschen Lesezirkels stellt sich als echt heraus.
Dies stellt der an sumerischen Fiktivlyrik interessierte Protagonist fest als er auf dem Rückweg zum Hotel eine Auffälligkeit im Lokalkolorit wahrnimmt:

MÄRCHEN IM WANDEL DER ZEIT:
Heute: Die Emanzipation am Beispiel der wachgebumsten Krötenkönigin
Sex mit einer Laiche - Der feuchte (Alp-)traum eines jeden Gleitmittelfabrikanten...


Das keltische Felsgestirn (Steiner - das eiserne Kreuz) überzeugt ihn vollends, stellt doch die eingravierte "8" nicht etwa die Distanz zur nächsten Frosch n´Fries Bude dar, sondern ist vielmehr ein in antrophologischen Kreisen weitverbreiteter Wink mit dem Zaunpfahl (Some serious supernatural shit is going on!). Also wird die Begleitzicke im Hotel zurückgelassen und ordentlich Aftershave in den Vollbart gerieben um sich für die Pre-Printmedien-Präsentation angemessen zu präparieren. Nach Ankunft im Hexen-Chateau werden gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Nach nur 3 Seiten des al azif´schen Bestsellers (von solchen Verkaufszahlen kann Frank Schätzing nur feuchtträumen) steht dessen Echtheit aufgrund seiner Handgeschriebenheit, außer Frage denn wie wir alle wissen galt im alten Sumer der Buchdruck noch als Urheberrechtsverletzung. Nach dieser Bettlektüre wird sich die alte Vettel, mit Hilfe ihres selbstgebrauten Binsenkraut-Viagra-Cocktails schön gesoffen und danach dem perversen Amphibienfetisch gefröhnt. Für eine Liebesnacht mit einem Amerikaner macht Großmütterchen alles was man unter praktizierenden Blümchensexbekennern als rauen Ritt in die Abwegigkeit bezeichnen würde. Die Froschlaiche ist nicht nur eine äußerst unansehnliche Liebesstellung sondern auch eine schleimige Sauerei sondersgleichen. Im Geschlechtsakt vollzieht sich dann auch die Mutation in die titelgebende Krötenmama (Muttertion) - der misogyne aber beliebte Witz der beinlosen, schleimspurziehenden Frau wird hier in einer drastischen Ganzkörpervariante auf die Spitze getrieben. Der absolute Alptraum für jeden noch so optimistischen Gleitmittelfabrikanten.


Dies ist dann auch der Freundin zuviel die sich rechtzeitig eingefunden hat um ihren Voyeurismus am Fenster des Anwesens zu fröhnen.
Über den sodomistischen Seitensprung ihres Freundes in die europäische Fauna in Rage versetzt flüchtet sie, in die nächtlich-neblige Sumpfflora, um sich über ihre Beziehung und die Nachteile eines gemeinsamen Pärchenurlaubs im Klaren zu werden. Hier kommen die Kröten ins (bis dahin recht dürftige) "Schau"-Spiel. Die nächste Szene reserviert den Film einen festen Regalplatz in der Sammlung eines cinehistorischen Vollständigkeitsfanatikers, denn der alleinige Umstand das in diesem Machwerk das Zertreten von Fröschen und Kröten in frontaler Nahaufnahme zelebriert wird, verpflichtet zum Sofortkauf.
Klauenbewerte Krötenhände krallen krampfartig in die Kehle der nun kerlosen Katherine K. (Name von der Redaktion aus offensichtlicher Wortklangspietät geändert).

Nicht nur dem Zuschauer graut es vor dem Morgen danach.

WAHNSINNIG WIDERWÄRTIG:
3 KILO KRÖTE (bzw. 6 Pfund Quack) aufgepustet und "ready to platz"!
Optional oder auf persönlichen Wunsch liefern wir diesen drolligen
Grütze-Flummi auch blasebereit mit medizinsch korrekt platzierten Rektal-Strohhalm!
DER KNALLER auf jedem Kindergeburtstag, erst recht wenn die kleinen Racker gerade das zarte Alter des Sadismus-Empfindens "betreten"...

Der von seinem tierischen Liebesabenteuer verkaterte Koitalforscher (über Nacht umgeschult) macht eine unliebsame Entdeckung.
Die ihm anhaftenden Sekrete sind nicht nur vaginaler Natur. Für sowas hätte selbst der unkultivierteste touristische Nuttenpreller keinen Dollar ausgegeben.
Beim Starten seines Fluchtwagens identifiziert er anhand der Ohrringe das der Verdauungsgrad seiner im wahrsten Sinne des Wortes verflossenen jegliche reumütige Ausrede überflüssig macht, da diese nur noch anhand ihrer Ohrringe identifizierbar ist.
Doch für diese Gedanken untreuer Natur ist es ohnehin schon zu spät.
Der Krötenfeman nötigt ihr ausgebüchstes Betthupferl zum tödlichen Abschiedskuss


Das erste Kurzfilmsegment hinterlässt ein recht fragwürdiges Aroma in der Mundflora.
Die obligatorische Frage "Mit oder ohne Zunge?" sollte sich hiermit für alle Zeiten erübrigt haben.

Mit den dokumentierten Urlaubsimpressionen von der Insel des Dr. Moreau gelang es Richard Stanley auf beeindruckende Weise seine zart erblühende Hollywoodkarriere brutal im Keim zu ersticken. Das allein sollte schon reichen um dem Mann gebürtig Respekt zu zollen; denn sein Beitrag zum bizarren Theaterstadl tut es definitiv nicht. Stanley, auch hier als oraler Zeremonienmeister sichtlich überfordert fährt seinen Opener und somit den ganzen Auftakt in dieser Anthologie auf optisch und dramaturgischen RTL-II-Eigenproduktionsniveau frontal an die Wand. Schade eigentlich, aber wenn ein Unfall gleich zu Beginn einer Fahrt passiert kann der Urlaub eigentlich nicht mehr schlimmer werden, oder?

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