Donnerstag, 10. März 2011

Calvaire (2004)


ANALYSE:
Ich und CALVAIRE,...CALVAIRE und Ich!
Eine schier endlose Liebesgeschichte...ich weiss auch nicht, aber der Film hat mich am 1. Januarmorgen nach einer exzessiven Sylvesternacht 2008/2009 so derart eiskalt erwischt und ins Cineastenherz getroffen das ich ihm seitdem hemmungslos verfallen bin!
Das ist ganz großes Kino...mit wunderbar eingefangenen Bildern und einer Story so vollgepackt mit kruden, schwarzhumorigen und grauenhaften Überraschungen das dies auf keine Kuhhaut...bzw...Schweinehaut mehr passt...
Auch vereint Fabrice Du Welz´sagenhafter Debutfilm soviele Genres miteinander das es die helle Freude ist.
Horror-Liebes-Terror-Weihnachts und Familienfilm waren niemals so unzertrennlich miteinander verschmolzen wie hier! Ach ja...der Tanzfilm ist auch vertreten mit einer der bizarrsten Szenen die jemals auf Film gebannt worden sind..aber schaut selbst...
TOLL! TOLL! TOLL!


DIAGNOSE:
Endlich!!! Endlich wieder, eine von der Masse nicht gern gesehene, cineastische Liebesperle, die einem, Kraft ihrer Kunst, das "Hosentürle" sprengt ohne das man selbst noch Hand anlegen braucht!
Der Film handelt von einem Franzosen der seinem prolligen Heten-Dasein ein für allemal den Rücken kehren muss!
ER oder auch Marc Stevens (Name v.d.Red. geändert) sehnt sich nach bäuerlicher Nächstenliebe a lá Hansi Hinterseher die er durch auf ARTE laufenden TV-Serien deutscher Herkunft zu kennen glaubt.
Da er kein CSU-Mitglied (im engeren Sinne) ist und Bayern strenge Einwanderungsgesetze & -auflagen auf Ausländer ausübt, sucht ER sein Glück samt seinem besten Stück, in der jungfräulich-perversen französischen Backwood-Cómmúnité. Angekommen machen IHM die allesamt aktiv männlichen Dorfproleten inklusive ihrer tierischen Leidensgenossen schnell klar, daß Sie offen für alles sind.
Aufnahmerituale a lá "Frühschoppen mit Penis im Kalbe", Sportarten wie "Saustall! Hosenstall! Überfall!", und hinterländisch-kulinarische Spezialitäten wie das "Sodom Bléu" begeistern und gefallen (nicht nur dem liberalen Rezensenten und Zuschauer) und lassen sogar allen Schauspielern (frz.:actéurs) Raum für denkwürdige, merkwürdige ja sogar menschliche Interpretationen ihrer Rollen, wie man sie seit Transformérs nicht mehr gesehen hat.
Die Musikauswahl dieses (ich trau mich es gar nicht laut zu sagen) '"Klassikers" reicht von
"Muuuhh, steck in mir rein!" bis "Määähh, zieh in wieder raus!".
Nach dem unsittlichen Finale jedoch nimmt der Film ein jähes tragisches Ende,....da er aus ist!!!
Da hilft dem geneigten Sodomist während des Abspanns nur noch der Griff in die Hose um dieses "warme, gute Gefühl" welches bei Sichtung dieses St(r)eifen allgegenwärtig war, für noch wenigstens 5 minutés zu erhalten:

5 Minuten die für alle Liebhaber des französischen-Schwulenfilms zur Ewigkeit werden können....






1 Hasst uns! Beschimpft uns! Lasst es raus!:

Bartel - filmgestörter fränkischer Schmock hat gesagt…

CALVAIRE ist doch eine schöne Meditation über das Thema
“Der Mensch (bzw. der Mann) und die Einsamkeit – und was diese aus einem machen kann”
Hier wird doch ein liebevoller Blick auf eine alternative männliche Wohngemeinschaft geworfen und sogar mit der Möglichkeit einer Utopie gespielt, in der Frauen nicht mehr benötigt werden weil der beste Kumpel auf emotionaler Ebene schon immer der verständnisvollere Lebens- und Beziehungspartner war, und es somit (kraft seines großen Herzens) vollbracht hat, sämtliche Ex-Freundinnen aus der Welt zu drängen.
Ob Mann oder Frau. Ob Kalb oder Hund;
“Am wichtigsten ist immer noch der Enthusiasmus!” wie es der (von Jackie Berroyer grandios verkörperte) Bartel, in einer der wohl schönsten Stellen des Films, so treffend formuliert.
Der Mann hat wirklich Ahnung! Außerdem hat er den wohl witzigsten und einzigsten Zwergenwitz der Filmgeschichte in seinem Reportoire und schafft es sogar die Kleinwüchsigen bei seinen einsamen Waldspaziergängen herbeizufantasieren. Das örtliche Tanzlokal, dessen Mitglieder die flotteste Sohle seit “Dirty Dancing” auf´s Parkett legen, rechtfertigt alleine schon das wiederholte (in meinem Fall circa Zwölfte) Sichten dieses Meisterwerks.
Und ich kann euch wirklich sagen: Man(n) entdeckt ständig etwas neues!
…und zu diesem Zeitpunkt hatte ich Fabrice Du Welz brillianten Nachfolger VINYAN noch nicht einmal gekannt.

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