Donnerstag, 3. März 2011

Gummo (1997)


GUMMO
(oder „Human-Experiment-Trailerpark“)

ANALYSE:

Fiese Klischees behaupten ja, dass der amerikanische Degenerierte nicht glauben kann das Deutsche dazu fähig sind Kühlschränke zu besitzen.
Teutonen kennen vom Redneck-Amerikaner nur die Fähigkeit Autos reparieren zu können oder Pornodarstellerinnen in die Backwoods zu entführen. Dass aber Der Hinterwäldler mit ganz anderen Qualitäten aufwarten kann, soll die 1997 gedrehte Trailerpark-Dokumentation „Gummo“ eindrucksvoll bezeugen.
Das Porträt einer Trailerpark Gemeinschaft, beginnt mit einem Home-Made-Tonträger, der Eingeborene Kleinkinder bei ersten Sprechversuchen begleitet. Wegen Blödheit kann es sich als sinnvoll erweisen, die vorhandenen Ressourcen optimal auszunutzen. So fallen die Begriffe „Peanutbutter, Motherfucker“ und „Pussy“ noch vor Mami und Papi.

Der Osterhase nach Feierabend:
Eier suchen mit den Groupies
Ein Tornado kam, krachte derbe und ließ den Rednecks jegliche Freiheit der Welt. Die Väter versammelten sich zum Kampf gegen die Naturgewalt und bemerkten schnell, dass eine Flucht vor ihren Familien wesentlich nützlicher kommt, als deren Rettung. Die verbleibenden Mütter putzen nun die Überbleibsel der Häuser, in welchen eine neue Generation von Asozialen aufwachsen soll. Das Kamerateam begleitet Tummler und seinen kleinen Freund Solomon, auf ihren Abenteuern in der Hood, vor allem aber bei der Jagd auf Katzen. Erzählungen werden durchbrochen von eingespielten Home-Videos oder Erinnerungsfetzen an seinen schwulen Bruder (praktischerweise im Bunny Kostüm). Dieser wollte aus der amerikanischen Unter-Kaste ausbrechen und ist aus der Gegend entkommen. Nun haust er im Wald ab, direkt vor der Stadt. Das Duo aber, vertreibt sich die Zeit nach der Futtersuche, mit Genussmitteln verschiedenster Art. Dazu zählen Bier, Schnüffelkleber und Nutten.
SMELLS LIKE BIER-SCHISS...
Der Grund dafür das es in der Unterschicht so assozial stinkt
ist die Tatsache das der Kontakt mit Badewasser bei vielen
Arbeitslosen augenblicklich zu Dünnschiss führt!
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung...
Die Inzucht Gemeinschaft kämpft neben der Abgeschiedenheit und Verlassenheit noch mit ganz anderen Problemen. Aufgrund einer zu kleinen Schwulenszene, konnte sich das Bug-Chasing nicht etablieren, wegen dem offenen Herumreichen von normalen Frauen und resultierenden Gewöhnungseffekten, stellen diese kein Ziel mehr für die sexuellen Begierden des Eingeborenen dar. Etwas ausgefallenes, Spezielles musste her!
So entwickelte sich der Spruch „dumm fickt besser“ zur Religion und die mental behinderten Auswürfe der Trailerpark Gemeinde wurden beliebt wie noch nie. Je krasser das Stottern, je dümmer das Gesagte, je unnatürlicher die Bewegung, umso länger muss man anstehen.
Aber auch eine Schwulenszene wurde in die Dokumentation eingebaut: Ein außergewöhnliches Pärchen spricht über die Vergangenheit. Der großwüchsige Knabe erzählt enttäuscht über die gescheiterte Beziehung zu einer Frau, die einst seine Mutter geboren hatte; der kleinwüchsige Erwachsene (konnte aufgrund kurzer Beine nicht flüchten) will trotz seiner homosexuellen Begabung den Partner nicht küssen.
Nach einer besonders exzessiven Nacht musste der  Osterhase
entsetzt feststellen das er nicht nur sein Fell sondern auch seine Eier verloren hatte...


Doch die Story dreht sich eigentlich nicht um den Sex, nein viel mehr um das Pfand- bzw. das Katzensammeln. Katzenleichen, genauer gesagt. Mögen sie für manche nur Infektionsverbreiter sein, stellen sie für den Redneck auch Nahrungsmittel, Dekoartikel und Schauspieler dar. Aus diesem Grund sind sie fast so beliebt wie die Mental-Bitches. Tummler & Solomon bekommen den Sack nicht mehr voll. Sie finden heraus, dass nun auch Emo’s die Straßen nach Aas durchsuchen und die Ware knapp wird. Als bekannt wird, warum das neue Team gegründet wurde, beginnt die Suche nach einer geheimnisvollen Oma, der es nichts ausmacht in den Fuß geschossen zu werden.
"Wenn der Hund nicht geschissen hätte,
dann hätte er den Hasen gekriegt."
DIAGNOSE:
In Summe erzählt dieser Film auf eine beeindruckend einfühlsame Weise, vom Leben einer Redneck Sippe, deren Nahrungssuche und Fortpflanzungsverhalten. Verlassen und von der Gesellschaft aufgegeben, steigt die Gemeinde zu einer einzigartigen Zivilisation auf, an deren Höhepunkt dann alten Frauen in den Fuß geschossen wird, um das Pfandproblem zu beheben. Insgesamt muss dem Jungschauspieler Team große Bewunderung geschenkt werden. Entweder können sie verdammt gut schauspielern oder sie sind so dämlich, dass sie das Kamerateam nicht bemerkt haben.
Ich empfehle den Streifen vor allem potentiellen Touristen, die mit ihrem Wohnwagen durch die USA touren wollen und noch nach aufregenden Zielen suchen. Vielleicht auch den Touristen die sich im belgischen Hinterland bereits auskennen oder dort einen Tanzkurs besucht haben.



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