Samstag, 19. März 2011

Leben und Tod einer Pornobande (2009)


Das derbe Sterben der Serben...


ANALYSE:

Marco, ein verhinderter Filmstudent dessen wohlhabende Eltern nichts locker machen wollen damit der Sohnemann seine cineastischen Träumereien auf Zelluloid bannen kann trifft auf einen runtergekommenen Pornoproduzenten, der zwar nicht gerade die kreativen künstlerischen Visionen des Regiegenies teilt, dafür aber sein Geld...
Einem echten Pornobandenmitglied sind Äusserlichkeiten völlig egal:
Hier wird der Mensch noch nach seinen inneren Werten beurteilt!
So gerät der Träumer in die Welt des dreckigen osteuropäischen Pornogeschäfts, und muß bald feststellen das er hier mit seinen Kunsthochschulwissen auf verständnislose Blicke bzw Ficke trifft...
Kurzerhand macht er sich mit der Kohle die ihm der Pornobaron "vorgeschossen" hat aus dem Staub um das erste serbische Pornotheater zu gründen und so das Beste aus beiden Welten miteinander zu verbinden.
Voller Tatendrang beginnt Marco eine schräge Bande ausgestossener Individuen zusammenzucasten die ihm helfen sollen seine Vision wahr werden zu lassen.
Wer auf diesem Bild eine Outdoor-Goa-Trance-Party vermutet, liegt falsch:
Ein echtes Pornobandenmitglied hört, sieht und praktiziert ausschließlich HARDCORE!

Wer würde nicht gern mit solch illustren Charakteren wie, einem heroinabhängigen Rabenelternpärchen, einer durchgenudelten Möchtegernschauspielerin, zwei HIV-positven Bilderbuchhomos sowie einem grobschlächtigen debilen immer-geilen Riesen, abhängen um mit dieser Truppe ganz großes Theater zu inszenieren?
Ganz großes Kino ist jedenfalls dieser "Derbe Serbe"...
Nachdem der bunte Haufen aus der Großstadt verstossen und von den Pornogläubigern gejagt, mit einem bunten von Pimmeln und Mumus bemalten, Wohnmobil auf Performancetour durch das bürgerkriegszerüttete Land, geht, nimmt auch dieser fiese Film (der bis dahin schon einiges zu bieten hatte) mächtig an Fahrt auf!
Der Plan ist es, die moralische Strapazierfähigkeit der serbischen Landbevölkerung zu testen...
Ein echtes Pornobandenmitglied versteht es ausschweifend zu feiern...
Ihre legendären After-Aua´s & Drill-Out Parties waren derartig gut besucht
das manch Mitglied nur noch durch die Hintertüre kommen durfte!
Doch auch die hinterwäldlerische Dorfmischpoke hat für diese Art der "Kunst" nicht viel übrig...außer vielleicht geladene Flinten, Hass und einen Schrank voller Mistgabeln.

Man kann sich an Genozid gewöhnen aber grenzübergreifender Geschlechtsverkehr ist für das traumatisierte Volk ein absolutes NO-GO genauso wie für uns Deutsche Langos mit Nutella! Doch unsere Pornobande denkt sich "Scheiß der Hund drauf" und geben erst einmal RICHTIG Gas...
Zum Sex gesellt sich jetzt auch noch Gewalt auf die Bühne und Marco´s Vision wird zunehmend unkommerzieller, apokalyptischer und somit auch unvermittelbar...
Radodajka die berüchtigte Türsteherin der Pornobande:
Ihr Auswahlverfahren war stets gnadenlos und hammerhart!

Eben ein "echtes Mitglied"...
DIAGNOSE:
Das die Reise (wie der Titel schon "andeutet") nicht gerade in Frieden, Freude, Eierkuchen enden wird ist ja klar...
Klar ist jedoch nicht das eine solche drastische Perle hierzulande so gut wie totgeschwiegen wurde...
Dieses Schweigen wird jetzt dank der deutschen Veröffentlichung durch die BILDSTÖRUNGS-BANDE gebrochen!
Und all die Verblendeten die behaupten das A SERBIAN FILM die bessere landestypische Alternative ist dürfen mal die Ohren spitzen:
Angeblich war die Intention von Dumpfbacke Spasojević und seinem
pädoprolligen SERBIAN FILM ja, dem von staatlicher Zensur kastrierten Kunst-und Kulturbetrieb seines Landes einen Spiegel vorzuhalten…nebenbei politisierte er sein Machwerk wo es nur ging, um seine im Grunde simpel-banale Provokation auch für die Jäger der verlorenen Metaebene interessant zu machen…
Dabei kam nicht mehr herum als hohles Gerede und ganz, ganz viel nervendes Forums-Tam-Tam…
Kollege Djordjevic hingegen hat zwar einen ähnlich bescheuerten Nachnamen dafür aber die bessere Subversive in sein fieses Filmchen gepackt. Die “Helden” seiner Geschichte sind nichts anderes als die schmutzigen, hässlichen und gemeinen “outcasts” der serbischen Kulturszene…wenn die Kreativität nicht mehr staatlich förderbar ist muss das perverse Tagewerk des Künstlers eben wieder ganz “D.I.Y.”-like als Snuff-Performance zelebriert werden…! Letztendlich bietet die PORNOBANDE die weitaus interessanteren (weil eben auch brisanteren) Gesprächs-und Denkanstösse. Hoffen wir das die wunderbaren bildgestörten Jungs & Mädels  mit einem weiteren genialen Release einen Teil zur serbischen Vergangenheitsbewältigung beitragen und das dadurch der “andere” serbische Arschlochfilm ins verdiente Vergessen gerät! 
Also los: Blast euere Sitzdonuts auf denn dieser filmische Bastard wird ganz schön unbequem werden...
Aber an eine ungemütliche Reise erinnert man sich noch in 40 Jahren, während der luxuriöse All-Inclusive Urlaub meist schon nach der ersten Arbeitswoche vergessen ist!

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