Samstag, 19. März 2011

The Human Centipede - First Sequence (2009)

RINGELPIETZ MIT ANFASSEN
in einer nie dagewesenen
PERVERSEN-ZWANGSPENETRATIONS-POLONAISE

Vielleicht erinnern sich die älteren Semester unter euch noch an den den alten Atari Spielautomatengassenhauer "Centipede", der ausgiebig im Italienurlaub oder in der lokalen Pilsstube deines Vertrauens gerüttelt und gezockt wurde bis der Joystick qualmte oder das Kleingeld alle war.
Eine Aneinanderreihung von Pixeln die mit ganz viel Alkohol und einem Hauch Fantasie als der titelgebende Tausendfüssler erkannt werden konnte, schlängelte sich von der oberen Bildschirmhälfte Ebene für Ebene nach unten und musste von der Kanone die man steuerte rechtzeitig zerlasert werden ansonsten drohte das obligatorische Game Over.
Stress, Schweissausbrüche und Hektik waren vorprogrammiert und unvermeidlich. Was dem militanten Kanonier sein "Space Invaders" war dem gelehrten Mikrobiologen sein "Centipede".
THE DARK SIDE OF ARSCHKRIECHING:
Ohrenhöhler waren ja schon schlimm, aber das?
Doch das das ist nun schon gute 30 Jahre her und die Überleitung auf den menschlichen Centipede anhand eines nostalgischen Atari Ego Shooters herzuleiten denkbar einfach. Die grafische Darstellung eines solchen Pixelhaufens ist anno 2010 natürlich um einiges realistischer und löst bei intensiver Betrachtung genauso Stress oder gar Angstzustände aus.Der Tausendfüssler den Tim Burton in seinem Wunderland noch mit üppiger, augenkrebserzeugender CGI dargestellt hat, wird vom niederländischen perversen Meerschaumpfeifenrauchenden Regisseur Tom Six mit der schieren Lust am Schauspiel seines Darstellertrios und ein paar "oldschooligen" Make-Up FX (hingeschminkte Narben, blutige Mullbinden) konstruiert.
Tja dieser Tausendfüssler hat es in sich. Eine abartige Fantasie die sich so höchstens jemand in den frühen Morgenstunden einer Sadomaso Fetisch Dungeon Disko After-AUA zusammen-fabulieren konnte.
Den Nerds und Nischenkinovoyeuren muss ich die Handlung sowieso nicht näher erläutern aber hier für den Otto Normal Versauten nochmal kurz und bündig:
HEITER BIS WOLKIG:
Biologieunterricht mit Dieter Laser

Ami-Girlie-Touristenduo verirrt sich im deutschen Backwood und trifft dort auf einen hochtalentieren Ex-Chirugen mit Mengele Charme, der früher hauptberuflich siamesische Zwillinge auseinanderfuchtelte, sich jetzt aber auf das Zusammenpuzzeln spezialisiert hat. Was dem anderen sein Fuß-fetisch ist ihm sein Füssler, sein Tausendfüssler. Die Mädels bekommen das was sie verdient haben (bei ihrer schauspielerischen Leistung im ersten Drittel des Films sind das verdienterweise K.O. Tropfen) und werden flux mit einem asiatischen Kamikazesamurai zusammengenäht.
Mund an After, Mund an After.
Danach wird jeglicher Dialog der Mädels über-bzw. dünnflüssig, ist also im wahrsten Sinne des Wortes "für den Arsch"!
LECKER SCHMECKER DREIFACHDECKER:
Mmmmmh! Second-Mais in Wasabi und
als Beilage gibt es japanische Bratwurst...
Drei im Weckla direkt ins Bäckla!
Fertig ist die neue Zwangswohngemeinschaft deren Ersinnung man so allerhöchstens Johann After, ähhh.. Johann Lafer zugetraut hätte.
Den Wahnsinn den dieser in seiner Kochsendung ausstrahlt verströmt Dieter Laser der den Dr. Heiter (wie krank ist das denn!?) spielt aus jeder einzelnen Pore. Der Kerl trägt den ganzen Film souverän auf seinen Schultern und fackelt hier ein solches
OVER-THE-EDGE-OVER-ACTING Feuerwerk allererster Güte ab, das selbst der abgebrühteste Heimat-und Sachkundler noch lange daran zu kauen hat. Auch wird das ganze, abgesehen von den ersten 10 Minuten (mit dem bestgecasteten Porno-Ekel-Grandpa EVER!) mit einer solchen Humorlosigkeit und bitterernster Depri-Grundstimmung serviert wie man sie sonst nur vom Gaspar-theater gewöhnt ist. Kurzum: Ein absoluter Geheimtipp für alle die am Wochenende auch gerne mal aufs Land fahren um die lokale Flora und Fauna zu bestaunen.
Oder um es in den Worten des Kritikfaschisten Roger Ebert (der dem Film übrigens eine Bewertung verweigerte!) zu sagen:
TWO THUMBS UP!!... ähh... oder eher..THOUSAND FÜSSLERS UP!!.
DAS GRAUEN VON ZWANGSWOHNGEMEINSCHAFTEN:
Der frühmorgendliche Kampf ums Badezimmer...


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