Samstag, 7. Januar 2012

Uwe Boll´s Auschwitz (2010)


Auschwitz:
Boll´s entrücktes Feriencamp

Der Ort: Erlangen. Wir schreiben den 6. Mai 2011. Das WEEKEND OF FEAR findet an diesem Wochenende statt und der Gynalist macht sich auf die Reise in das benachbarte Städchen um für uns vor Ort von dem Filmfestival zu berichten. Doch der Gynalist ist nicht nur im beruflichen Auftrag unterwegs:
This time it´s personal! Der Besuch des wohl umstrittensten Doktors unserer Zeit, ist im Vorfeld von den Veranstaltern angekündigt worden. Dr. Uwe Boll wird persönlich anwesend sein, um seinen neuesten Film zu propagieren. DAS kann sich der Gynalist natürlich nicht entgehen lassen, zumal er auch (nicht ohne Hintergedanken) ein Paar Boxhandschuhe von zuhause mitgebracht hat, die er sich von dem filmemachenden Mediziner signieren lassen will. Damit er der Öffentlichkeit beweisen kann, daß der Boll des Schreibens unfähig ist, muss sich der engagierte Gynalist erst einmal durch dessen aktuelles Werk quälen. Ein lebensbedrohendes Unterfangen das unser tapferer Filmgestörter fast mit seinem Verstand bezahlt hätte. Nach seinem Kinobesuch verloren wir Kontakt mit ihm...

Das letzte Foto das der Gynalist mit seiner geheimen & geliebten Zylinderkamera schießen konnte...

Wie sich herausstellen sollte hatte Boll seinen Besuch aufgrund einer "Krankheit" absagen müssen.
War er etwa vom Geheimdienst vorgewarnt worden? Hatte er am Ende sogar vom Überraschungsbesuch des Gynalisten gewusst? War unser treuer Kriegsreporter blindlings in eine, von Boll gestellte, Falle gelaufen?
Fast ein halbes Jahr später sollte sich alles aufklären:
Der filmische Lagerbesuch AUSCHWITZ hatte den Gynalisten derartig traumatisiert, dass sich dieser völlig orientierungslos und der menschlichen Sprache beraubt, monatelang durch das studierende Gesindel der Universitätstadt hatte schlagen müssen um einen Stift sowie den Weg nach Hause zu finden.
Seinen verzweifelten Lagebericht hatte der Ärmste auf die Boxhandschuhe gekritzelt, um somit wenigstens einen schriftlichen Beweis für Uwe Bolls inszenierte Bösartigkeit erbringen zu können.
Während er sich immer noch im Lazarett erholt, haben wir sein handfestes Manuskript dechiffrieren können.
Wir wünschen ihm eine baldige körperliche sowie geistige Genesung.
Hier ist sein Bericht...
BORN TO BE BOLL:
"Jetzt ist aber Schuß mit lustig, Herr Boll!
Das hier geht definitiv zu weit!"
FRONT-GYNALYSE:
Was für ein "sanfter" quasi doku-realitöser Einlauf:
Boll streichelt die Zuschauer zu Beginn "voll"züglich ins Geschehen. Praktizierter Softsadimus mit einem Hauch Bloßstellung schmeichelt den Seher eine Etage höher. Als Projektionsfläche dienen verschieden aus- bis ungebildete Schüler von Oberst Uwe, in das Konzentrationszimmer einer namenlosen Penne an die karierte Karrieretafel gestellt um dann nach Bollscher Art gerichtet zu werden!

BOLL: "Wie war das damals mit Hitler und den Juden ihr degenerierten Schablonenspasten?"
Opfer I (männlich): "Ähhh....der Hitler der hatte da so einen Plan der wollte blauhaarige und blondäugigen Jungs, wahrscheinlich um so eine Art Gang zu gründen.
So verkehrt war der gar nicht sagt mein osmanischer Opa!"
BOLL: "Sag du mal...ja dich meine ich (jetzt SS-Tonfall)...wer war dieser Hitler eigentlich?"
Opfer II (männlich): "Der hatte doch nen Scheitel und der Kommissar Rex war sein Berater (...und natürlich auch der Erfinder der berühmt belegten Kaisersemmel)!"
BOLL: "Kannst du mir vielleicht sagen was in diesen KZ´s vor sich ging?"
Opfer III (weiblich): "Null Plan! Aber auf jeden Fall gab´s da ...Tote...so Opfer, halt!"
BOLL (streng aber geil):"Wieviele du dumme Sau?"
Opfer III (immer noch weiblich): "Über Daumen verpeilt...würd ich sagen...so 1000-5000 Stück."
BOLL(scheinbar gelassen):"Zu wenige! Also, jetzt streng dich an und mach mir keine Schande."
Opfer III (draufgängerisch): "Ich erhöhe auf  DAS MILLIONEN STÜCK!!!"
BOLL (sadistisch stimuliert): " Du bist mir eine, du streberhaftes Luder! Das ist mir ein Sternchen wert! Du bleibst am Leben!"
NEUROLOGISCHE BOLLOGIE:
DIE LEHRE VON DER LEERE IN DEN KÖPFEN

Geschichtsunterricht mit Oberst Uwe ist wie Schullandheim ohne Mädchen:
Interessant aber unnötig!


Auffallend ist, daß all die gelehrten, streberhaften und mit frühreifer Altersweisheit gesegneten Schüler nach einer Umblende vor der unkarierten Tafel stehen...edle Wesen von freischreibenden Geradeheraus-Gemüt!, Also wird jetzt Geschichte zelebriert, und zwar so heftig, daß sogar euer sonst so lernresistente Geschichtsverweigerer Gynalist einiges abbekommen hat:
Jahrzehntelange Mühen und ein Wall von selbstaufgewillten Mentalblockaden, innerhalb weniger (5) Minuten vernichtet, niedergewalzt und runtergerissen, und das auch noch von ehrenamtlich nachsitzenden Lernmaschinen, die ohne ein Gefühl für ihre Mitmenschen, rücksichtslos und eiskalt erzählen wie es wirklich war:
Bitte alle aussteigen! Jetzt aber los!
Eine Karawane von Juden auf ihren Weg Richtung Endstation, wie eine Pilgergemeinschaft trotten und schlurfen sie dahin und sind doch ganz froh über soviel Natur und die mannigfaltigen Ablenkungen die eine solche bietet. Oben am Hügel angekommen und durch´s Tor getrottet, warten auch schon die Zöllner und sortieren konfus aber konkret  die Gruppe in zweckmäßige Gruppen: Schnitt in die Umkleidekabine!
Menschen aller Altersklassen und mit den verschiedenartigsten Verfallsdaten entkleiden sich
Schmollen vor dem Bollauge:
"Komm schon Uwe...jetzt sei doch nicht eingeschnappt
nur weil wir dir ein Loch in den Sparstrumpf geschnitten haben!"
(auffallend dabei ist die Tatsache das die nackten Kinder ausschließlich Jungs sind...), und dann gehts in den Duschraum. Gas strömt ein und sie beginnen zu röcheln,...die Todesbolka zu zucken, zu verenden.
Entsorgungstrupp seine Schicht beginnt um die Rest(e)verwertung und -beseitigung zu übernehmen nur damit es gleich wieder heißt:
"Jetzt aber erst mal Mittagspause!" und damit auch der Höhepunkt eines jeden Arbeitstages.
Oberst KleinerMann und Adjutant Baldrian tafeln an einem Tisch und gießen ihre Stimmung mittels Wacholdergeist in die höchstmögliche Entspannungverfassung derer sie noch fähig sind.
Logistikprobleme werden schnell erkannt und einfach vergessen, familiäre Widrigkeiten ausgekostet denn die Beiden haben´s nicht einfach und einen Job der alles verlangt was keiner braucht. In der Hofpause wird Baby´s mit scheinbar gewollt gewachsenen Hitlertoupet, durch das Hinterköpfchen (gestrig-deutsch: Hinterstübchen) geschossen.
Leider ist das unfreiwillige Brainstorming nur "von hinterrücks" zu sehen, dabei wäre es doch viel drolliger gewesen, die, auf diesen Gesichtsverlust folgenden, erstaunten Blicke völlig frontal mit der Kamera einzufangen.
Eine Prise Zeitlupe hätte dem pädophoben Szenario den nötigen "Realtouch" verschafft, doch wie ich bereits berichtete, wird hier die Sicht des Zuschauers derartig eingeschränkt nur um ihn danach mit Misstrauen weiterschuften zu lassen... denn Auschwitz ist für den Kinobesucher reinster Bodyhorror: Jede Körperzelle kriegt eins mit der Kelle und am meisten muß das Köpfchen leiden!
Irreparabler Dachschaden den keiner repariert. Der nächste Morgen "graut" und in der Bäckerei wird bereits nach überlieferten  "Hänsel&Gretel-Rezept" gebacken:
Ein kleiner Junge wird flugs in den Ofen geschoben und geht schneller in Rente als er Backfisch sagen kann. Die Dusche geht wieder an , das gleiche Geschehen, nur mit neuen Nackten und anderen Kameraperspektiven, sprich das ganze wurde in einem (Aus-)Waschgang (Blood Rayne III, Bluberella und Auschwitz - der alte Sparfuchs) gefilmt und nach Bollscher Art gespart. Der Boll selbst steht vor der Tür und genießt die Kaisersemmel, die er nach einem  Schäferstündchen mit seinem treuen vierbeinigen Gefährten aus dessen Napf stiebitzte: Er ist halt a Lausbub dem man einfach nicht böse sein kann (der jedoch das Böse sein kann).
Ach ja, ein Zahnmetzger spielt übrigens auch mit und er selbst das "Die müssen wir wohl doch alle ziehen!"-Spiel. Es folgt ein Mouth(h)a(c)ktionfeuerwerk der alle Privatversicherten blass werden läßt.
MEN BEHIND THE SUN -
FERNÖSTLICHE MENSCHENFEINDLICHKEIT IN MONDO-MANIER:

Ein erneuter Besuch des 731 Bacterial Corps Camp öffnet auch den geneigten
Sado-Voyeur die Augen:
Hier wird Exploitation noch auf genauso verkommene,
dafür aber ehrliche Art und Weise "nähergebracht".
Hand drauf! 

DIAGNOSE:
Jetzt werde ich sentimental... ich muß an Ren & Stimpy und die Zahnfee denken und wie schön es doch wäre wenn sie jetzt hier wären, um mir beizustehen bis(s) dieser Alptraum vorbei ist und der Abspann endlich Erlösung bringt! Buße habe ich genug getan.
Zum Schluß werden wieder ein paar Schüler an die Tafel gestellt doch ich habe keine Ahnung mehr was die da noch laberten, völlig egal, ich muß endlich "abspannen".
Ich muß schon sagen Major Boll, das hier war übelste Sorte, ganz unterste Kanone!
Als Fortbildungsmaßnahme ist ein Wochenendlehrgang im 731 Bacterial Corps Camp (denn hier wurde wenigstens nicht mit der offensichtlichen Exploitation hinterm Berg gehalten!) unumgänglich,
also quasi Pflicht, schon allein um AUSCHWITZ II zu verhindern!


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